War ja klar, dass das irgendwann passieren musste: Vergesst "50 Shades of Grey", der erste erotische Corona-Roman ist da. "Kissing the Coronavirus" heißt er – und lässt gelangweilte Twitter-Nutzer*innen gerade ausrasten: Weil er so abgrundtief schlecht ist, dass er die Lesenden nur lachend den Kopf schütteln lässt.

Wenn langfristig jemand von der weltweiten Corona-Pandemie profitiert, dann sind es gelangweilte Autor*innen, die während dem Lockdown zu Papier und Stift (okay, vielleicht doch eher Macbook) gegriffen haben. Ganz sicher wird das, was wir gerade erleben, in den kommenden Jahren viel Stoff für den Büchermarkt und die Unterhaltungsindustrie liefern – und hey, vielleicht ist ja auch das ein oder andere Jahrhundertwerk à la "Krieg und Frieden" dabei.

"Kissing the Coronavirus" kostet 98 Cent

Was sicherlich kein Jahrhundertwerk oder Bestseller werden wird, aber aufgrund seiner Absurdität immerhin zum kurzzeitigen Twitter-Lacher wurde: "Kissing the Coronavirus" von MJ Edwards, das gerade für den schmalen Taler von 1,16 US-Dollar (98 Cent) als Kindle-Version bei Amazon erhältlich ist.

"Kissing the Coronavirus"

Alleine die Beschreibung liest sich schon wie ein besonders müder "50 Shades of Grey"-Verschnitt:

"Sie sollte das Coronavirus heilen. Stattdessen ... verliebte sie sich in es. Dr. Alexa Ashingtonford ist Teil eines Forscher*innen-Teams, das die Aufgabe hat, das Heilmittel für das verheerende Coronavirus zu finden. Sie ahnt nicht, dass Sie darin verlieben würde [...] 'Kissing the Coronavirus' ist eine dampfende Geschichte über verbotene Liebe und dunkle Wünsche, die zum Leben erweckt werden."

Aha. Eine Wissenschaftlerin verliebt sich also in ein Virus – das später, Achtung Spoiler, in Form eines Mitarbeiters, der sich damit infiziert und durch eine schiefgelaufene Impfung zu einer Art grünem Hulk verwandelt, auch sexuell ordentlich abliefert. Die abstruse Geschichte ist stolze 16 Seiten lang – und der "Debütroman" der Autorin, wenn man die Geschichte denn als solchen bezeichnen will. In der Amazon-Beschreibung heißt es weiter, das Buch sei der Versuch der Autorin, ihre Rechnungen zu bezahlen … weil sie ihren eigentlichen Job verloren habe. Was man sonst über sie weiß? Auf Twitter hat sie genau zwei Follower – und bezeichnet sich selbst als "Autorin und Frettchen-Halterin".

Aber zurück zu ihrem erotischen Debüt-Roman. Der sorgte für ganz schön viele Lacher auf Twitter – und Fünf-Sterne-Rezensionen auf Amazon ... nicht wegen seiner Qualität, sondern weil sich die Lesenden so gut unterhalten fühlten. So heißt es in einer Amazon-Bewertung: "Das ist in keinster Weise gut. Ja, ich habe trotzdem fünf Sterne vergeben. Denk ja nicht, dass dich eine gute Story erwartet. Du musst das Schlimmste erwarten und bereit sein, zu lachen!"

Einige Twitter-User*innen haben sich einen Spaß daraus gemacht, die schlimmsten Zitate herauszusuchen:

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"Trotz der Verwüstung, die das Virus auf der ganzen Welt verursachte, war Alexa jedes Mal aufgeregt, wenn sie die Corona-Probe in die Hand nahm – wie ein pulsierender, aufrechter Penis, der verzweifelt versuchte, jeden zu verwüsten, der ihn berührte."

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"'Wie heißt du?', fragte sie. 'Nenn mich Covid' sagte er."

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"Sie liebte Bärte, und ein Schnurrbart war wie der Anfang eines Bartes, so wie Mikropenisse der Start eines richtigen Penisses sind. Du brauchst den Rest, um es wirklich bedeutungsvoll zu machen."

Da kann man nur hoffen, dass MJ Edwards ihren alten Job zurückbekommt – oder sich ganz schnell eine andere Corona-Lockdown-Beschäftigung sucht, als die Welt mit weiteren Corona-Erotik-Novellen zu "beglücken" ...

  • Quelle:
  • Noizz.de