Ist das kulturelle Aneignung?

Kim Kardashian has done it again: Mal wieder hat der Reality-TV-Star einen Shitstorm ausgelöst. Und schon wieder bezieht sich dieser auf das Thema kulturelle Aneignung oder "cultural appropriation". Diesmal hat sich Kim laut ihren Followern schamlos an der indischen Kultur bedient. Denn die 38-Jährige trägt auf einem aktuellen Instagrambild eine sogenannte Maang Tikka, einen traditionellen Hochzeitsschmuck aus Indien.

Die Goldkette, die vom Scheitel bis zur Stirn reicht, tragen Bräute bei der traditionellen Hochzeitszeremonie zum ersten Mal. Sie ist Teil des 16-teiligen, traditionellen Brautschmucks den man Solah Shringaar nennt. Kim Kardashian trug den goldenen Kopfschmuck zu dem Sonntagsgottesdienst ihres Ehemanns Kanye West, ohne auf dessen Bedeutung in der indischen Kultur einzugehen.

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Für viele Follower stellt das eine kulturelle Aneignung einer bedeutungsvollen Tradition her, die sie als respektlos der indischen Gesellschaft über empfinden. Schließlich trägt Kim den Schmuck ja rein aus optischen Gründen. Selbst wenn diese Shitstorms teilweise übertrieben wirken, muss man es wohl auch zu einem gewissen Grad akzeptieren, wenn sich Menschen der jeweiligen Kultur von so etwas angegriffen fühlen.

Kim wurde auch schon für das Tragen von westafrikanischen Fulani Braids angefeindet. Damals hatte sie sich allerdings laut "Bustle" verteidigt und angegeben, dass sie sich der Tradition und Geschichte dieser Frisur bewusst sei und sie mit diesem Wissen tragen würde.

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Zur Maang Tikka hat sich die dreifache Mutter bisher noch nicht geäußert. Kurz darauf hat sie allerdings ein Foto mit einem chinesisch anmutenden Kleid bei Instagram gepostet – ein Look der sicher wieder einige Gemüter erhitzen wird.

Quelle: Noizz.de