Die Crew hatte die ganze Zeit über keine Ahnung!

Manche Geschichten sind so verrückt, dass man sie sich nur als Stoff eines Horror-Streifens vorstellen kann. Bei der folgenden Story zum Beispiel ging es uns genau so: Aisling Tucker Moore-Reed, die Hauptdarstellerin des bisher noch unveröffentlichten Indie-Horror-Films "From the Dark" wurde nur einen Tag nach Ende der Dreharbeiten wegen Mordes angeklagt. Das Gruselige: In dem Film erschießt die Figur, die von Moore-Reed gespielt wird, einen Menschen auf ähnliche Art und Weise, wie bei dem realen Mord.

Die 30-Jährige Moore-Reed ergatterte die Hauptrolle in dem Film, ohne dass ihre Vorgeschichte ans Licht kam: Weil es sich um eine Low-Budget-Produktion handelte, hatten die Produzenten keine Hintergrundüberprüfungen durchgeführt und wussten deshalb während des gesamten Drehs nicht, dass ihre Kollegin im Jahr 2016 ihren Onkel erschossen hatte. Creepy.

Moore-Reed filmte die Tat damals mit ihrem Handy und war ursprünglich wegen Totschlags angeklagt worden. Sie wurde damals gegen Kaution freigelassen und sprach ein Jahr nach der Anklage für den Horror-Film unter dem Pseudonym Wyn Reed vor. Doch ihre Vergangenheit holte sie ein: Die Polizei gelangte zwischenzeitlich an die Aufnahmen der Tat und befand, dass Moore-Reed, nicht wie von ihr behauptet, aus Notwehr handelte. Ein Tag nachdem die Dreharbeiten endeten, wurde die Anklage gegen die Frau deshalb auf Mord verschärft.

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Moore-Reed sitzt derzeit ohne Kaution in Haft. Ihr Mordprozess ist für Dezember angesetzt. Die Produktionsfirma "Siskiyou Productions" erzählte der "The Washington Post" derweil: "Wenn wir in Zukunft jemals wieder einen Film machen, irgendeiner von uns ... dann wissen wir jetzt, dass eine Hintergrundüberprüfung uns retten wird. Lektion gelernt, egal wie wenig Geld wir haben, das erspart uns die Kopfschmerzen." Für Moore-Reed dagegen fangen die Kopfschmerzen jetzt wohl erst so richtig an.

Mehr Details zu dem Fall und Ausschnitte aus dem Film könnt ihr hier sehen:

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Quelle: Noizz.de