Ein "intelligenter" Keuschheitsgürtel, mit dem easy über eine App der Penis verriegelt werden kann. Klingt schon nach einer schlechten Idee. Noch dümmer ist es, wenn sich das Teil manuell nicht öffnen lässt und die App dank Sicherheitslücken auch noch gehackt werden kann ...

Langeweile bringt eine*n auf seltsame Ideen – das haben wir spätestens in der Corona-Quarantäne alle am eigenen Leib spüren müssen. Während der wochenlange Quasi-Gefangenschaft, die einen dazu brachte, das Schlafzimmer in ein LED-Röhrenparadies zu verwandeln oder explosionsartig zur 20-köpfigen Pflanzenfamilie heranzuwachsen, konzentrierten wieder andere ihre Experimentierfreudigkeit auf einen ganz besonderen Ort in den eigenen Vier-Wänden: das Bett.

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Sexspielzeug war im Lockdown neben Klopapier und Desinfektionsmittel (wenn auch mit Abstand) eines der Kassenschlager. Selbstverständlich gönnten sich die Leute in Ausnahmezeiten wie Corona aber nicht nur Klassiker wie Vibrator und Co. – nein! Ganz nach dem Motto "außergewöhnliche Zeiten verlangen nach außergewöhnlichen Maßnahmen", besorgten sich einige auch einen Keuschheitsgürtel. Ferngesteuert natürlich. Dumm nur, wenn der gehackt werden kann.

Mit dem Bolzenschneider aus der Keuschheit

Der "Cellmate" Keuschheitskäfig

Der "CellMate Chastity Cage" von der chinesischen Firma Qiui gilt als "das weltweit erste App-gesteuerte Keuschheitsgerät". Heißt im Detail: Zum Gerät gibt es eine App, mit der der Metallring, der sich beim Benutzen des Geräts unter dem Penis befindet, ver- und entriegelt werden kann. Dass man der Person, welche die App steuert, ziemlich viel Macht über sich gibt, ist nicht der einzige Haken an dem "CellMate", denn: Der Keuschheitsgürtel kann nur über die App und nicht manuell geöffnet werden. Und wie das nun mal so ist mit dem Internet und fehlenden Sicherheitsvorkehrungen, kann die App gehackt werden. Dann hilft nur noch der Bolzenschneider, um dich aus der Keuschheit zu befreien.

Die Sicherheitslücke beim "CellMate" wurde von Forscher*innen der britischen Cybersicherheitsfirma "Pen Test Partners" aufgedeckt. Auch der Zugriff auf private Nachrichten und den genauen Standort von Benutzer*innen soll über das Gerät möglich sein. "Pen Test Partners" behauptet, Qiui bereits im April wegen der Sicherheitslücken kontaktiert zu haben, das Unternehmen habe aber erst vor Kurzem mit einem Update für die App des Geräts reagiert.

"Fast stecken geblieben"

Na, Bock hier drin eingesperrt zu sein?

Laut "TechCrunch" ist nicht bekannt, ob sich ein*e Hacker*in die Sicherheitslücken tatsächlich zunutze gemacht hat. In mehreren Bewertungen der App beschweren sich User*innen aber über Bugs, die dazu geführt haben sollen, dass das Gerät ungewollt verriegelt blieb. "Es funktionierte etwa einen Monat lang, bis ich fast darin stecken geblieben wäre. Glücklicherweise öffnete es sich zufällig, und ich konnte mich befreien. Das Gerät hinterließ eine schlimme Narbe, die sich nach fast einem Monat erst erholte", so demnach ein*e User*in. Aua.

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aa

  • Quelle:
  • Noizz.de