Der Rapper versichert, nicht verrückt zu sein. Daran bleiben Zweifel …

Kanye West ist als „Ye“, wie der Rapper seit einigen Wochen genannt werden möchte, zurück auf Twitter. Dort hatte er sich am 5. Oktober abgemeldet – nachdem er eine Parodie seines Musikvideos zum Song „I Love It“ geteilt hatte.

Am Samstag, den 13. Oktober 2018, postete Ye mehrere Live-Videos – wie immer in kürzester Zeit und ohne erkennbaren Anlass oder roten Faden. Was er sagt, zeigt und filmt, verwirrt.

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Das erste Video auf Twitter nennt Ye „Aha“. Es zeigt den Rapper in einer Hütte, wie er den Teppich filmt. „Ich weiß, es ist nachts“, sagt er. „aber …“ Dann öffnet er die Tür und man hört laute Geräusche – Geraschel, Gezirpe, Insekten. Ende.

Es folgen drei Live-Videos mit dem Titel „Mind Control“. Die ersten beiden sind Fails, denn man sieht oder hört den Rapper nicht. Aus seiner Perspektive fällt der Blick lediglich auf Unterlagen und einen Stift, eine leere grüne Flasche, eine Packung Müsli und eine Schüssel.

Am Ende sieht man Yes Finger, der auf etwas auf dem Boden zeigt – worauf, wird nicht klar.

Das dritte Video ist nur zehn Sekunden lang, ohne Bild, nur Audio. Es klingt, als ob Ye schreiben würde, dann, als ob er auf dem Stuhl herumrutscht und das Plastik quietscht, und als ob er einen Reißverschluss aufgezippt.

Das vierte Video hat bislang eine Million Zuschauer: In neun Minuten erklärt der Rapper seine Definition von Gedankenkontrolle.

„Wenn Leute mir sagen wollen, was ich zu denken habe, fühlt sich das an, als würden diese Leute mein Gehirn anfassen.“

Sein folgender Vergleich wird bereits wieder kontrovers diskutiert:

„Eine Frau will über ihren Körper bestimmen, darüber, wem sie ihren Körper zu Verfügung stellt, sie will selbst entscheiden, was sie mit ihrem Körper macht. So fühle ich mich mit meinem Verstand.

Aber seht – und urteilt – selbst:

Der Rapper klärt aber nicht nur über seine Sichtweisen auf, sondern arbeitet auch an neuer Musik – beziehungsweise weiter an seinem neuen Album, das am 23. November erscheinen soll.

Die Snippets zeigen ihn mit seiner Crew in Afrika, Uganda. Ye macht einen Freestyle zu Beats aus dem Background, wird aus dem Off gelobt, wie großartig das alles sei.

Der Rapper hatte den Release seines angekündigten Albums „YANDHI“ um zwei Monate verschoben.

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Wir finden das alles eher größenwahnsinnig und wünschen uns, dass Kanye seine Gedanken über Gedankenkontrolle eher mit einem Therapeuten bespricht, als mit der Twitter-Welt.

Quelle: Noizz.de