Sie bekamen von ProSieben 15 Minuten Sendezeit geschenkt, in denen sie eine "Weltsensation" zeigten.

Die Komiker Joko und Klaas sind bekannt als die Typen im Fernsehen, die viel Scheiße machen – und dabei richtig lustig sind. In der Show "Joko & Klaas gegen ProSieben" gewannen die beiden 15 Minuten Sendezeit von ProSieben. In dieser Sendung erwarteten die meisten wohl die üblichen Faxen – doch was Joko und Klaas schlussendlich zeigten, überraschte viele. Denn es war so gar nicht Joko und Klaas – es war viel besser.

Die Sendung fand statt in einem dunklen, minimal beleuchteten Studio, in dessen Mitte ein einziger schwarzer Stuhl stand. In einer kurzen Intro erklärten Joko und Klaas, dass sie zwar viele Ideen hätten, wie sie die 15 Minuten möglichst absurd gestalten könnten, doch dass sie eigentlich Menschen eine Plattform geben wollten, die mehr zu sagen hätten als sie. Joko und Klaas verließen daraufhin einfach das Studio. Und nacheinander kamen drei Gäste herein, die extrem persönlich davon erzählten, was in der Welt eigentlich alles schief läuft.

Der erste Gast war Pia Klempt. Sie war die ehemalige Kapitänin von "iuventa 10", einem Rettungsschiff im Mittelmeer. Sie erzählt, wie sie Menschen "elendig ertrinken" gesehen hat. Sie habe tagelang einen toten Jungen in einer Gefriertruhe auf dem Schiff herumfahren müssen, weil kein europäisches Land ihn aufnehmen wollte, als man ihn noch hätte retten können. Die Mutter befand sich zum ganzen Zeitpunkt an Bord. Pias Schiff wurde vor fast zwei Jahren von Behörden beschlagnahmt, und Pia droht bis zu 15 Jahren Gefängnis wegen der Beihilfe zur illegalen Einwanderung.

Als nächstes kam Dieter Puhl ins Studio, der ehemalige Leiter der Bahnhofsmission in Berlin. Der sagte, er kenne keinen obdachlosen Menschen in Berlin, dem es gut gehen würde. Man müsse obdachlose Menschen mehr an die Hand nehmen und beschützen.

Als letztes kam Birgit Lohmeyer. Sie macht sich seit über einem Jahrzehnt gegen rechts stark. "Wehrt euch, lasst euch nicht einschüchtern, es lohnt sich", gab sie den Zuschauern am Ende auf den Weg.

Die Community feiert die 15-minütige Sendung. Es wird von "Weltsensation" gesprochen, und dass es "die vielleicht wichtigsten 15 Minuten" wären, die seit Jahren auf ProSieben gelaufen sind.

Irgendwie erfrischend, dass die beiden Komiker ihre Zeit denen gewidmet haben, die etwas Sinnvolles zu erzählen haben. Dafür bekommen sie jetzt von allen Seiten den Respekt, die diese Aktion verdient. 

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Quelle: Noizz.de