"Ein kleines weinendes Mädchen wird den Klimawandel nicht aufhalten."

Wendy Cheng ist die 35-jährige Influencerin Xiaxue aus Singapur. Sie hat um die 607.000 Follower auf Instagram, von denen allem Anschein nach der eine oder andere gekauft ist, da sie nur um die 5.000 Likes auf ihre Bilder bekommt. Sie postet über Schminke und Lifestyle-Produkte, und ist dabei ziemlich peinlich unterwegs – aber was soll‘s.

Was tut man schon alles für den Fame. Wendy versuchte sich kürzlich auch mal darin, über Politik und Umwelt zu bloggen – was aber unweigerlich nach hinten losging. Denn ihr Anhaltspunkt war Greta-Bashing. Und das funktionierte so gar nicht.

In einem Post in ihrer Story nimmt sie Bezug auf Greta Thunbergs UN-Rede, die kürzlich in der gesamten Welt Wellen schlug. In der Rede wirft die 16-jährige Umweltaktivisten Regierungschef*innen aus der ganzen Welt mit Tränen in den Augen vor, sie ihrer Kindheit beraubt zu haben. Während die Rede im Netz tausendfach geteilt und gefeiert wird, regt sich die Instagrammerin Wendy nur über die Rede auf.

Sie beschreibt das ganze Gehabe als "so verdammt peinlich" und bittet darum, junge Kinder, die Themen nur eindimensional betrachten könnten aus dem öffentlichen Diskurs auszuschließen. "Wen kümmert es schon, was Kinder denken", schreibt Wendy in ihrer Story. "Will sie den Klimawandel mit ihren Tränen aufhalten?", fragt sie am Ende hämisch.

Ein Screenshot von Wendys Story

Das Netz rastet daraufhin aus und sagt, sie wäre "fucking ignorant" und, dass ihr Kommentar zu Greta noch dümmer als der von Trump wäre, der sie als "sehr glückliches, junges Mädchen" beschrieb.

>> Trump macht sich über Greta Thunberg lustig: "Ein sehr glückliches, junges Mädchen"

In einer weiteren Story verteidigte sich Wendy dann gegen den Hate ihrer Follower mit den Worten: "Es tut mir so leid, dass du ein kindischer, schnell beleidigter Mensch bist." Sie bleibt bei ihrer Aussage, dass "ein kleines weinendes Mädchen" den Klimawandel nicht aufhalten wird und dass wir die Welt einfach genießen sollten, so lange es sie noch gibt und dann zusammen sterben können.

Cool, Wendy. Danke für den Input. Aber vielleicht hast du ja selber gemerkt, dass die Welt lieber an Gretas Lippen hängt – nicht an deinen. 

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Quelle: Noizz.de