Wann hast du das letzte Mal Pokémon gespielt? Oder Götterspeise gegessen? Die Corona-Quarantäne ist der perfekte Zeitpunkt, um einen Throwback in deine Kindheit zu erleben. Warum du deshalb im Keller deiner Eltern wühlen solltest, erfährst du hier.

Du hast genug von Netflix-Sessions im Bett, willst keine Sprache lernen und deine Steuerklärung kann warten? Kein Problem: Die Corona-Quarantäne kannst du auch mit viel spaßigeren Dingen verbringen. Und wenn ich Spaß sage, dann meine ich nicht "mit Elan aufräumen" oder "Akten sortieren für Spaßvögel" – sondern den krassen Fun, den wir als Kinder hatten. Erinnerst du dich? Sobald wir auch nur eine Sekunde Langeweile hatten, ist uns irgendetwas richtig Witziges eingefallen, das uns den Rest des Tages versüßte. Hier eine kleine Auswahl:

1. Kissenburg und Kassetten

Plündere das Sofa und das Bett, schnapp dir ein paar Stühle und spiele endlich mal wieder Kissenburg-Architekt*in. Was gibt es Schöneres als eine kuschlige Höhle im Wohnzimmer, in der du das Kindheits-Throwback deines Lebens haben wirst? All diejenigen, die noch stolze Besitzer*innen eines Kassettenrekorders sind, sollten ihn genau jetzt hervorholen und entstauben. Dann nur noch die Lieblingskassette einlegen – wahlweise Bibi Blocksberg oder Benjamin Blümchen – und mit einem kühlen Glas Orangensaft zurücklehnen.

Das Beste daran: Diesmal gibt es keine Eltern, die dich hinterher zum Aufräumen ermahnen!

Deine Lieblingskassetten liegen bestimmt noch verstaubt im Keller

2. Das Essen deiner Kindheit

Wer heutzutage etwas auf sich hält, ernährt sich von Sushi, gesunden Bowls oder Protein-Shakes. Was waren es doch für schöne Jahre, in denen Fischstäbchen und Pudding auf der Speisekarte standen. Hol dir diese Zeiten für einen Tag zurück – und wehe, du zählst Kalorien!

Erster Schritt: Rufe deine Eltern an und frage sie, welches Gericht du in deiner Kindheit geliebt hast.

Zweiter Schritt: Gehe in den Supermarkt und packe alle benötigten Zutaten in den Korb.

Dritter Schritt: Gehe zum Kühlregal und schnappe dir alles, was dein Grundschüler-Herz höherschlagen ließ: Caprisonne, Milchschnitte, Götterspeise – alles ist erlaubt. Guten Appetit!

Süßigkeiten sind manchmal überlebenswichtig.

3. Zeit zum Basteln!

Wahrscheinlich waren wir nie kreativer als zu unserer Zeit in der Grundschule. Und auch wenn manche begabter sind als andere: Ist es nicht die schönste Sache der Welt, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen, später damit spielen zu können und es stolz zu präsentieren? Jetzt ist die perfekte Zeit dafür, deine Kreativität wieder zu beleben.

Entwerfe Oster- oder Frühlings-Deko, die du dir ins Fenster hängen kannst. Baue aus einem Schuhkarton und einem Orangennetz eine Murmel-Bahn, die du noch mit vielen weiteren kleinen Fallen ausrüsten kannst. Oder bastele ein Mini-Basketballspiel aus Klopapier-Rollen – davon dürftest du zu Hause ja genug haben. Viele weitere Ideen findest du in deinen alten Bastelbüchern oder bei Pinterest.

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4. Nostalgie-Alarm im TV

Ja, "Stranger Things", "Game of Thrones" und "Haus des Geldes" sind super – aber gegen unsere alten Lieblingsserien stinken sie einfach ab. Schau dir eine Folge "SimsalaGrimm", "Phineas und Ferb" oder "Zoey 101" an und du weißt, was ich meine. Aber kleine Vorwarnung – die Songs werden dir nie wieder aus dem Kopf gehen!

5. Yu-Gi-Oh! und Co.

Zugegeben – der größte Fan von Spielen wie Yu-Gi-Oh! und Pokémon war ich selber nicht. Das heißt aber nicht, dass ich den halblegalen Tauschhandel hinter den Müllcontainern auf dem Schulhof nicht mitbekommen hätte. Der Hype um die Spiele hielt jahrelang an und und brachte echte Profis hervor, die ihr Können noch heute auf Turnieren messen. Du musst zwar nicht gleich voll in die Szene einsteigen – aber dein altes Kartendeck wieder hervorzuholen und mit deinen Geschwistern zu zocken, wäre sicherlich die Wiederentdeckung des Jahrzehnts.

Die internationale Pokémon-Meisterschaft 2017 in London.

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6. "Let's Play" deines liebsten Computerspiels

Die Qualität von Videospielen hat sich seit 2006 verbessert – Gott sei Dank! Doch in der Evolution von Pixel-Gewitter bis Highend-Grafik ist eines verloren gegangen: dein altes Lieblings-Computerspiel. Ich für meinen Teil liebte es, im offiziellen "Findet Nemo"-Computerspiel Rätsel zu lösen und Nemo wieder zu seinem Papa zu lotsen. Klingt babyhaft, ist es auch. Trotzdem wurde für mich ein lang ersehnter Traum wahr, als ich entdeckte, dass es von genau diesem Spiel ein Let's Play-Video auf YouTube gibt. Nostalgie im Quadrat! Du würdest dich wundern, zu welchen uralten Spielen es ebensolche Let's Plays gibt – dein Lieblingsspiel ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dabei!

Ausschnitt aus einem Let's-Play-Video von "Findet Nemo"

7. Schulbücher wälzen

Das Letzte, worauf wir in den Sommerferien wohl Lust gehabt hätten, ist "Schulbücher wälzen". Mappen sortieren, alte Aufsätze lesen – wozu das alles? Heute aber macht es riesigen Spaß zu lesen, was du in der vierten Klasse verzapft hast. Entweder, du bekommst im Angesicht deiner alten Hausaufgaben Lachkrämpfe – oder du wunderst dich, dass du einmal in der Lage warst, Matheaufgaben ohne Handy-App zu lösen. Eines von beidem wird definitiv eintreten.

Wenn du gerade also wegen der Quarantäne bei deinen Eltern feststeckst, nutze die Zeit: Begib dich in den Keller und gehe auf einen Tauchgang durch deine Vergangenheit. Alte Kassetten, Schulhefte und Kartensammlungen könnten die Corona-Zeit zu den lustigsten Sommerferien deines Lebens machen.

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Quelle: Noizz.de