Ihre Rolle als Prostituierte bei "GoT" war erst der Anfang.

In der sechsten Staffel von "Game of Thrones" spielte Hughes eine Prostituierte in einem Bordell von Westeros. Zur der Zeit studierte sie noch Jura an der Universität Southampton, wollte Anwältin werden. Ella Hughes spricht jetzt ausführlich über ihren Einstieg ins Porno-Geschäft.

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"Ich wollte immer Anwältin werden, aber in meinem ersten Jahr an der Uni änderte sich das. Ich habe so hart immer von 9 bis 19 Uhr in den Kursen gearbeitet, dass ich keine Zeit zum Geld verdienen hatte. Ich brauchte das Geld nicht wirklich, hatte ein Studenten-Darlehen. Aber ich hasse es von anderen Menschen abhängig zu sein und wollte mein eigenes Geld", sagt sie in einem BBC-Interview .

Ein Freund habe ihr dann von der Möglichkeit erzählt, als Model für Amateur-Fotografen zu posieren. Ein Job, bei dem dem es Cash auf die Hand gab. Hughes gegenüber der BBC: "Die Model-Jobs waren alle bekleidet, aber ich habe ein paar Shootings in Unterwäsche gemacht. Danach kamen Porno-Firmen auf mich zu und fragten, ob ich für sie arbeiten wollte. Ich habe drei oder vier Monate drüber nachgedacht. Und je mehr ich mir die Arbeit angeschaut habe, umso mehr wollte ich es. Es sah so leicht aus."

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Der erste Porno: "Die besten 20 Minuten meines Lebens"

Dann kam der erste Dreh. Die 24-Jährige stellt klar: "Es hat mich nicht gekümmert, dass so viele Leute mich beim Sex gesehen haben. Ich war das von Sex- und S/M-Partys schon gewohnt, auf denen ich vorher öfter war. Der Sex dauerte nur 20 Minuten und es war so leicht. Je mehr ich es gemacht habe, desto mehr habe ich es geliebt."

In einer Dokumentation des britischen TV-Senders Channel 5 sagte Hughes über ihren ersten Porno-Dreh: "Es waren die besten 20 Minuten meines Lebens. Da habe ich festgestellt, dass es das ist, was ich machen will."

Die Uni wird zum Spießrutenlauf

Ihr erstes Porno-Video bekam gleich vier Millionen Views. Ein Riesenerfolg für Ella Hughes, aber ihr Privatleben leidet unter dem neuen Job. Freunde haben sich von ihr abgewandt und sie musste sich Lügen ausdenken, um ihre Arbeit zu verheimlichen.

Als in der Uni die Runde machte, womit sie ihr Geld verdient, sei es aus gewesen. "Die Leute geben einem Namen, rufen dir nach und beginnen dich zu bedrohen." Sie habe Hass-Mails und Morddrohungen erhalten, sagte Hughes. Auch ihre Uni-Dozenten hätten ihre Arbeit verurteilt und gesagt, Jura sei für anständige Leute und vertrüge sich nicht mit Pornographie.

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Hughes in der BBC: "Eine Gruppe Jungs sagte mir, sie wollten mich umbringen und schickten mir Fotos von einem Messer und Müllbeuteln. Es war schrecklich und ich musste die Polizei einschalten. Aber mittlerweile habe ich ein ziemlich dickes Fell."

Uni-Abschluss und Family-Support

Hughes entschied sich, ihre Porno-Karriere in den Vordergrund zu stellen und verließ die Uni Southampton. Nebenbei schloss sie ihr Jura-Studium an einer Fernuni ab: "Für mich war es wichtig, einen Abschluss vorweisen zu können", so Hughes. Sie sei die erste aus ihrer Familie, die es an die Uni geschafft habe.

Zur Juristerei zieht sie jedoch nichts zurück. "Ich glaube, mein Leben wäre verdammt langweilig gewesen, wenn ich Anwältin geworden wäre. Stattdessen bereise ich die Welt und habe so viele einzigartige Menschen, die ich außerhalb der Branche nie getroffen hätte."

Ihre Familie wurden von einem Unbekannten auf ihren Porno-Job aufmerksam gemacht, berichtet Hughes: "Jemand hat meiner Großmutter geschrieben: "Wussten Sie schon, dass Sie einen Porno-Star in der Familie haben?" Ich habe das gehasst, weil ich warten und es ihnen persönlich erzählen wollte. Aber zum Glück waren alle sehr unterstützend. Meine Mutter hat einen Schönheitssalon und meinte: "Ich wünschte, du hättest es uns selbst erzählt. Aber Hauptsache, du bist sicher und glücklich. Das ist alles, was zählt.""

Erfolgreiche Porno-Feministin

Hughes ist es außerdem wichtig klarzustellen: "Ich bin Feministin und Porno hat mir geholfen, meine Sexualität zu entwickeln. Ich finde es überhaupt nicht erniedrigend. Ich nutze es zu meinem eigenen Vorteil."

Inzwischen ist sie gefragt und erfolgreich. 2016 und 2017 wurde sie zur besten Darstellerin Großbritanniens gewählt, reist für Aufträge zwischen London und Los Angeles hin und her. Bis zu 2.300 Euro bekommt sie pro Shoot. Über 400.000 Follower hat sie auf Instagram, mehr als 480.000 bei Twitter. Ein Leben ohne Pornos sei, so sagt Ella Hughes, für sie nicht mehr vorstellbar.

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Quelle: Noizz.de