Britney Spears Vormundschaft wird nicht nur online unter dem Hashtag #FreeBritney offen zur Debatte gestellt, sondern auch rechtskräftig im Gerichtssaal. In einer Anhörung machte ihr Anwalt Sam Ingham nun eine etwas fragwürdige Aussage über ihren psychischen Zustand.

Seit einigen Monaten befindet sich Britney Spears im Rechtsstreit mit ihrem Vater. Er ist seit 2009 ihr gesetzlicher Vormund und darf über so ziemlich alles in Britneys Leben entscheiden – wie sie ihr Geld ausgibt, wo sie wann mit wem das Haus verlässt, ob sie spazieren, wählen, heiraten oder Kinder bekommen darf. Das will Britney schon lange nicht mehr und versucht, rechtlich dagegen vorzugehen – erfolglos. Immer und immer wieder wird ihre Vormundschaft verlängert. Ist Britneys Zustand wirklich so schlimm, dass das nötig ist? Britneys Anwalt Sam Ingham machte dazu nun eine klare Aussage.

Britneys Vater Jamie Spears

In einer Anhörung ging es um Britney Spears' Arbeitsfähigkeit

Laut des US-Boulevard-Magazins "TMZ" habe es am Mittwoch eine weitere Anhörung zu Britneys Fall gegeben. Darin wurde ebenfalls das Thema von Britneys Arbeitsfähigkeit angesprochen. Ihr Vater und Vormund Jamie Spears will, dass sie weiter auftritt, Britney Spears weigert sich, so Ingham. Nachdem der Richter in dem Fall eine schriftliche Bestätigung Britneys wollte, dass sie tatsächlich nicht auftreten wolle, wehrte sich ihr Anwalt Ingham.

Er behauptete, dass Britney nichts unterschreiben könne, und begründete das mit einem Vergleich zu Koma-Patienten. Er sagte, dass es in Ordnung sein müsste, wenn er für seine Mandantin spricht – weil Anwälte auch in der Vertretung von Koma-Patient*innen valide Aussagen über die Meinung ihrer Mandant*innen treffen dürften.

Hat Anwalt Sam Ingham damit Britney Spears geschadet?

Obwohl er damit Britney wohl davor bewahren wollte, schriftlich einen Auftritt-Stopp zu bestätigen (um sich womöglich die Option des Auftretens später noch offen zu halten), machte er damit ein ziemlich zerschmetterndes Urteil über Britneys geistigen Zustand – in dem er ihn mit dem einer Koma-Patientin gleich setzte.

Britney Spears

Die beiden Parteien wurden sich bei der Anhörung nicht einig, und der Richter verlegte das Thema auf einen anderen Tag. Hoffnung auf eine Befreiung aus ihrer Vormundschaft kann Britney also noch nicht haben. Auch eine Enttäuschung für ihre Fans – die sie online unter dem Hashtag #FreeBritney tatkräftig unterstützen.

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  • Quelle:
  • Noizz.de