Laut WHO ist Computerspielsucht eine richtige Krankheit.

Wenn es deinen Körper richtig kickt, dein Kopf rattert und dich von der Welt abkapselst, dann bist du nicht high – sondern wahrscheinlich am Fortnite zocken. Der Schweizer Psychologe Franz Eidenbenz vom Zentrum für Spielsucht, setzt das berühmte Computerspiel mit Drogen gleich. "Fortnite ist das Heroin unter den Computerspielen", behauptet er nun gegenüber dem Onlinemagazin "20min.ch".

>> Fortnite kündigt Kollabo mit Michael Jordan an

Dass man stundenlang zocken und in eine Spielsucht verfallen kann, ist bekannt. Inwiefern Computerspiele tatsächlich Schäden hinterlassen, scheinen die meisten jedoch zu verdrängen. Doch nun hat die Weltgesundheitsorganisation "WHO" die Computerspielsucht auf die internationale Liste der Krankheiten gesetzt, die ab 2022 in Kraft treten soll. Nicht nur das. Laut "20min.ch" möchte der Schweizer Bundesrat den Jugendschutz für Games verstärken. So sollen nicht mehr die Spielentwickler selbst über die Altersbeschränkungen entschieden. Eidenbenz reicht das aber nicht aus. Er möchte zusätzlich Warnhinweise auf die Spiele machen, um vor der enormen Suchtgefahr zu schützen. Besonders gefährdet seien dabei Nutzer des bekannten Videogames Fortnite.

>> Fortnite wird jetzt doch nicht mehr verklagt

Ob nun die Altersfreigabe höher gesetzt wird? Aktuell liegt sie bei 16 Jahren, eine alte Fassung des Spiels sogar noch bei 12 Jahren. Der Forscher möchte die Suchtrisiken lediglich minimieren. Komplett verboten werden soll es allerdings nicht. "Games sind zu einem Kulturgut geworden", sagt er gegenüber "20min.ch". 

Quelle: Noizz.de