Das DC Universum steht offenbar vor einem Umbruch.

Ben Affleck hatte es nie leicht als Batman: Schon als verkündet wurde, er werde der Nachfolger des gefeierten Christian Bale, gingen viele Fans auf die Barrikaden. Das Stigma, ein schlechter Schauspieler zu sein, haftet dem 45-Jährigen schon viele Jahre an. Auch seine drei Oscars für „Argo“, in dem Affleck Hauptrolle und Regie übernahm, schafften es nicht, seinen Ruf merklich zu verbessern. Doch für Batman-Fans könnte der Spuk schon bald ein Ende haben: Denn ob Affleck wieder als dunkler Rächer auftritt, ist unklar.

Ursprünglich war für den kommenden Solofilm des schwarzen Ritters geplant, Affleck solle nicht nur die Hauptrolle übernehmen, sondern auch das Drehbuch schreiben und Regie führen. Die Pläne für den Streifen mit dem Arbeitstitel „The Batman“ wurden inzwischen aber verworfen.

Im Februar verpflichtete Warner Matt Reeves („Cloverfield“, „Planet der Affen“-Reboot) als Drehbuchautor und Regisseur. Die bisherigen Pläne Afflecks spielen für Reeves keine Rolle: Der Filmemacher arbeitet seit einigen Monaten an einem völlig neuen Screenplay - und nach Medienberichten auch an einem Ende Afflecks in der Serie.

Reeves soll Ende Mai den ersten Akt seines Drehbuchs fertiggestellt haben. Die bisherige Handlung erzählt offenbar die Verwandlung des reichen Waisenjungen Bruce Wayne zum Superhelden. Daher plant Reeves offenbar mit einem jüngeren Schauspieler. Der von Affleck verkörperte Batman wurde bisher als erfahrener und etablierter Superheld dargestellt. Eine solche Story mit Affleck umzusetzen, ist daher schwer vorstellbar.

Vor diesem Hintergrund ist nicht ausgeschlossen, dass Filmriese Warner die Rolle des 45-Jährigen in dem sogenannten „DC Extended Universe“ komplett überdenkt. Nachdem das Gegenstück zu Disneys extrem erfolgreichem „Marvel Cinematic Universe“ bisher weit hinter den Erwartungen zurückblieb, steht das Filmhaus unter Zugzwang. Im vergangenen Jahr hatte die Reihe mit „Wonder Woman“ einen unerwarteten Erfolg. Dass bei dem Film von einer positiven Überraschung gesprochen wurde, zeigt aber, wie tief die Erwartungen inzwischen an die Filme sind: Das darauffolgende „Justice League“ mit Batman, Superman und Wonder Woman enttäuschte danach wieder sowohl inhaltlich als auch finanziell.

Nachdem in den letzten Monaten auf der Entscheidungsebene einige Personen ausgetauscht wurden, will das Studio nun gegensteuern: Vorerst werden offenbar keine neuen Produktionen aus dem Filmuniversum angekündigt. Konkret geplant sind noch Aquaman (Dezember), Shazam! (April 2019) und eine Fortsetzung von Wonder Woman. Ebenso hat das Studio Abstand davon genommen, in Zukunft die Superhelden gemeinsam auf die Leinwand zu bringen. Eine Strategie, mit der Konkurrent Marvel in seinen „Avengers“-Filmen extreme Erfolge verbucht.

Quelle: Noizz.de