„F*ckt euch, Hurensohn-Partei!“: So deutlich disst „4 Blocks“-Star die AfD zurück

Manuel Lorenz

Redaktionsleiter NOIZZ.de
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Kida Khodr Ramadan auf der NGKMR-Premiere in Frankfurt Foto: moritzbleibtreu / Instagram

Kida Khodr Ramadan hat die Nase gestrichen voll.

Alle feiern das neue deutsche Gangstergenre à la „4 Blocks“, „Nur Gott kann mich richten“ und „Dogs of Berlin“ – auch Oliver Kaever von Zeit Online. In seinem Artikel „Ausbruch aus Polizeifilmland“ tituliert er „Nur Gott kann mich richten“ als „griechische Tragödie und höchst spannendes Kino“.

[Mehr dazu: Rolex, Joint und Wodka-Bull: So war die Premiere von „Nur Gott kann mich richten“]

Alle feiern's also (zurecht) – außer die Spielverderber von der AfD Hamburg. Bei Twitter posteten die Dönerfeinde:

„Während Bands wie ,Böhse Onkel‘ oder ,Freiwild‘ konsequent aus dem Mainstream ausgegrenzt werden, spielen ,Gangster-Rapper‘ mit echter krimineller JÜNGSTER Vergangenheit in Mainstream-Filmen wie ,Nur Gott kann mich richten‘ oder #4Blocks mit und das Feuilleton bejubelt es.“

Abgesehen davon, dass die beiden genannten Bands ja durchaus im Mainstream stattfinden – 2016 bekam Freiwild einen Echo, 2017 waren sie zu der Veranstaltung eingeladen, sagten aber selbst ab –, ist es doch vollkommen legitim, zu diskutieren, wie rechts oder links Bands sind. Über zu wenig Publikum können sich die Onkels und Freiwild wohl kaum beschweren ...

Und was die im neuen deutschen Gangstergenre dargestellte Kriminalität angeht, ist es wie immer in guter Kunst: Sie spiegelt die Wirklichkeit und überlässt es dem Zuschauer, moralische Urteile zu fällen. Und weder bei „4 Blocks“ noch bei „Nur Gott kann mich richten“ stellt sich am Ende die Zugehörigkeit zu einem Araber-Clan als erstrebenswert dar.

Darauf verweist der Zeit-Online-Journalist in seiner Rezension auch an mehreren Stellen. „Das Milieu, dem alle hier entkommen wollen, inszeniert Yıldırım überzeugend und deprimierend.“ Und: „Gewalt gebiert Gegengewalt, ein Teufelskreis des Mordens ist in Gang gesetzt, den niemand der Beteiligten durchbrechen kann. Alles menschliche Mühen ist umsonst.“ Kling für unsere Ohren nicht nach #lifegoals ...

Egal. Jedenfalls hat Kida Khodr Ramadan, der in beiden besagten Machwerken mitspielt, sich jetzt bei Instagram dazu geäußert. Und zwar mit der ihm eigenen (An-)Sprache – also relativ unverblümt und direkt. Bei Insta schrieb er: „FICKT EUCH HURENSOHN PARTEI !!!!! #fickdieAFD“

Und in seiner Insta-Story legte er noch mal per Video nach:

Ob es der richtige Weg ist, AfDler als Nazis zu bezeichnen, oder ob man ihnen damit nicht zuviel der Ehre erweist, haben wir schon mal an anderer Stelle bezweifelt. Wir können aber gut nachvollziehen, dass man sich gegen einen solche Wirklichkeitsverdrehung in aller Deutlichkeit wehrt.

Quelle: Noizz.de

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