Die Schauspielerin hat uns außerdem seine größte Fantasie verraten.

Eine verlassene Trauminsel, fünf attraktive Charaktere und ein geheimnisvoller Gastgeber. So beginnt "Fantasy Island", der neue Film von Regisseur Jeff Wadlow. Der Grund für ihren Traumaufenthalt ist eine Verlosung, die die Gruppe gewonnen hat, aber ein stinknormaler Urlaub wird es für sie nicht. Die Gäste sind nicht umsonst auf Fantasy Island, sie haben jeweils eine Fantasie frei. Alles ist möglich, auch etwas aus der Vergangenheit noch einmal zu erleben. Wie das funktioniert ist aber nicht ganz klar, denn die wahr gewordenen Fantasien sind Teil eines Geheimnisses, das die Insel beherbergt.

Geheime Fantasien, ausgelebt auf Fantasy Island

Die Gäste repräsentieren einen fast perfekten Querschnitt unserer Gesellschaft: Unter ihnen sind zwei Party-Brüder, die etwas verpeilt sind, ein vermeintlicher Held, der vertrauenswürdig wirkt, eine junge Frau, die Beziehungsprobleme hat und Melanie (Lucy Hale) die ein Millennial-Klischee nach dem anderen erfüllt.

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Die vermeintlich perfekte Insel lockt die Gäste in ihre Fänge und schnell herrscht unter den Gästen Party- und Urlaubsstimmung, bis einige Fantasien sich als Horrorszenarien entpuppen. Im Film gibt es viele Jumpscares, die einen ordentlich aufschrecken lassen – öfter, als einem lieb ist. Sonst ist "Fantasy Island" dank einiger krasser Wendepunkte ziemlich spannend, und überrascht einen immer wieder. Es ist der perfekte Film, um einfach mal abzuschalten. Und keine Angst, an alle die sich vor gruseligen Szenen fürchten: Der Film gehört nicht zu denen, wo man später zum Schlafen das Licht an lassen muss.

Vor der Deutschlandpremiere des Films durften wir im Interview mit US-Schauspielerin Lucy Hale über ihre Vergangenheit, Mobbing, Traumata und Fantasien reden.

"Pretty Little Liars"-Star Lucy Hale im NOIZZ-Interview

NOIZZ: Was war besonders an deiner Rolle, wieso wolltest du Melanie spielen?

Lucy: Ich denke, jeder der fünf Gäste repräsentiert eine Person aus der echten Welt und Melanie ist der schlagfertige Millennial, immer auf der Suche nach Wi-Fi und immer auf Instagram. Sie repräsentiert eine ganz bestimmte Art von Person. Und ich fand sie einfach sehr lustig, smart und cool. Ich fand grade ihre Fantasie, eine Mobberin aus ihrer Jugend zu bestrafen, spannend. Sie muss ziemlich traumatisiert sein, um diese Fantasie zu haben. So finde ich Charaktere interessant, die was durchgemacht haben. Melanies Rolle ist wichtig für den Film, sie verändert sich. Ich liebe ihren Twist am Ende.

NOIZZ: Fiji sieht wie der perfekte Ferienort schlechthin aus, wie war es dort zu filmen?

Lucy: Oh, es war so atemberaubend ... so viel Grün, es sah ein bisschen aus wie Jurassic Park. Es war einfach wunderschön. Und das Coole ist, dass die Insel auf der wir gedreht haben, eigentlich verlassen ist. Wir lebten zwei Wochen auf einer großen Yacht. Wir sind jeden Tag zum Filmen mit kleinen Booten zur Insel gefahren . Also es gibt nur ein paar Häuser auf der Insel. Und wir sind auch viel gewandert. Hatten echt viel Spaß.

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NOIZZ: Dein Charakter wurde in der Highschool gemobbt, kannst du dich damit identifizieren?

Lucy: Ich denke auf jeden Fall, Melanie hat mit Sicherheit posttraumatische Belastungsstörungen, und ihre Situation scheint sehr extrem gewesen zu sein. Ich find, Mobbing ist ein Riesenproblem heutzutage, vor allem online. Es kann so viele Formen annehmen. Ich hab selber auch Mobbing in geringerer Form erlebt, als ich jünger war, weil ich kreativ war, hatte andere Interessen als die anderen. Ich hatte aber auf jeden Fall Glück, dass ich das nicht im selben Ausmaß erlebt habe wie, mein Charakter im Film.

NOIZZ: Denkst du, es ist wichtig, Probleme wie Mobbing in Hollywoodfilmen zu adressieren? Wie relevant ist das Thema für dich?

Lucy: Es ist extrem relevant! In sozialen Medien findet so viel Mobbing statt. Und was wir uns ansehen und was wir täglich hören, hat einen so großen Einfluss auf unseren Alltag. Wenn Menschen sich so etwas anschauen, fühlen sie sich nicht allein. Also nicht denken, dass man sich jetzt an seinem Mobber aus der Jugend rächen sollte, wie Melanie! Aber wenn Menschen mit ähnlichen Erfahrungen zuschauen, können sie sich damit identifizieren.

NOIZZ: Jeder hat eine Fantasie im Film, was wäre deine im echten Leben?

Lucy: Also ich hab zwei, ich nenne mal eine (lacht). Ich würd gern einen Tag mit Elvis Presley verbringen.

NOIZZ: Das ist 'ne mega Fantasie!

Lucy: Ja, ich meine ich liebe Elvis so sehr, dass ich meinen Hund nach ihm benannt hab.

NOIZZ: Der Film hat einen krassen Wendepunkt – welche ist deine Lieblingsszene aus dem ganzen Film?

Lucy: Hmm Lieblingsszene, es gibt echt viele. Es hat so viel Spaß gemacht ihn zu filmen, aber ich denke wahrscheinlich die Endszene, wo mein Charakter einen langen Monolog führt, dieser Wendepunkt, es war echt emotional und herausfordernd für mich als Schauspielerin. Wahrscheinlich diese Szene.

NOIZZ: Hast du eine Lieblingserinnerung vom Dreh?

Lucy: Ich denke das Schönste war, das wir alle auf einem Boot gelebt haben und uns besser kennengelernt haben. Das muss auch passieren bei einem Dreh und es war echt großartig, es sind alles wunderbare Menschen.

NOIZZ: Was denkst du, ist die Message an Zuschauer?

Lucy: Ich denke, die Message ist, sei vorsichtig bei dem, was du dir wünscht, weil es wahr werden könnte.

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Quelle: Noizz.de