So wirst du zum Emoji-Paten

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Ist da einer für euch dabei? Foto: Apple / Promo Apple

Wer will, kann eines der Zeichen „adoptieren“.

Was ist dein liebstes Emoji? Der Kackhaufen? Das Herz? Oder bist du eher einer der Menschen, der hinter jede Nachricht ein Dutzend Tränenlacher klatscht?

Egal, was du jetzt angekreuzt hättest: Du kannst für dein Lieblingszeichen eine Patenschaft übernehmen – und damit auch noch etwas Gutes tun. Das mag vielleicht etwas nach Internet-Abzocke klingen, wird aber hochoffiziell vom Unicode-Konsortium angeboten.

Was ist das Unicode-Konsortium?

Das Unicode-Konsortium ist eine gemeinnützige Organisation, die sich im Zeitalter der vielen Tastaturen, Alphabete und Betriebssysteme darum kümmert, dass es einen gemeinsamen Standard für Zeichen gibt.

Das ist insbesondere für Emojis wichtig: Wie ihr sicher schon festgestellt habt, backt dort jeder Internetriese seine eigenen Brötchen. Ein lachendes Gesicht sieht im Facebook-Chat anders aus als auf einer Apple- oder Android-Tastatur.

Damit bei deinem Freund auch das Zeichen ankommt, das du ihm geschickt hast, sorgt das Unicode-Konsortium seit 1991 für eine Normierung. Das gilt nicht nur für Emojis, sondern für alle Zeichen: Insgesamt 136.000 sind bei Unicode verfügbar, quer durch alle Alphabete, egal ob modern oder antik. Nur 2.600 davon sind Emojis.

Und was kostet der Spaß?

Es gibt Bronze-, Silber- und Gold-Patenschaften. Die Kategorien kosten jeweils 100, 1.000 und 5.000 US-Dollar. Das Geld wird als Spende vor allem dafür benutzt, im digitalen Raum unterrepräsentierte Alphabete zu stärken.

Aktuell kümmert sich das Unicode-Konsortium für die Digitalisierung und Normierung des alten uigurischen Alphabets, das von Turkvölkern in Westchina benutzt wird. Außerdem in Bearbeitung: das Alphabet der Rohingya in Myanmar, alte persische Zahlen aus dem 9. Jahrhundert und ägyptische Hieroglyphen – quasi die Vorläufer der Emojis.

Insofern ist die Patenschaft durchaus eine ernste Angelegenheit. Du unterstützt damit schließlich die Bewahrung des kulturellen Erbes der Menschheit.

Quelle: Noizz.de