Ein blaues Einhorn und ein versoffener Ex-Cop gegen Evil Santa Claus.

Auf den ersten Blick geht es um Mord und Todschlag. Doch die neue Netflix-Serie Happy! von den Comic-Machern Grant Morrison und Darick Robertson steigert sich Folge für Folge in ihrer düsteren Geschichte.

Der Stoff, aus dem die Show gemacht ist, ist nichts für zarte Gemüter, ein blaues Einhorn gesprochen von Oswalt Patton kommt zwar harmlos und lustig daher, ist aber einer der wenigen freundlichen Charaktere dieser Serie. Im Laufe der Staffel wird der kleine Helfer zum unverzichtbaren Verbündeten des heldenhaften, aber unkonventionellen Antihelden, der „heilige Nick“, gespielt von Christopher Meloni. Aber auch selbst für den Zuschauer zum unverzichtbares Symbol des Guten in der Welt.

Happy, so heißt das blaue Wesen, ist der imaginärer Freund des kleinen Mädchens Hailey. Die von einem widerwärtigen Weihnachtsmann entführt wird. Sie schickt ihren kleinen Freund los, um den Ex-Cop und derzeitigen Kopfgeldjäger Nick um Hilfe zu bitten.

Die Messages der Autoren: Den lieben kinderfreundlichen Onkel von nebenan sollte man lieber nicht trauen, denn man weiß nie was dahinter steckt. Die Medien gehören der Mafia und Menschen sind übersexualisierte, böse Wesen. Im Großen und Ganzen kommt der Plott überraschend, skurril und zutiefst zynisch rüber.

Die Serie ist definitiv sehenswert und spannend bis zur letzten Sekunde. Einige Episoden sind so unglaublich, dass ich sie ein zweites Mal schauen musste. Staffel 2 ist bereits in Planung.

Quelle: Noizz.de