Sieben skurrile Gadgets der CES in Las Vegas.

Wer kennt das nicht? Die Katzenklappe öffnet sich und eine Horde bewaffneter Einbrecher steht in deinem Wohnzimmer. Oder eine komplette Katzenhorde aus der Nachbarschaft feiert eine wilde Abrissparty in deinen vier Wänden. Eine Horrorvorstellung!

Glücklicherweise kann man sich gegen diese Erste-Welt-Panik jetzt absichern: Mit einer smarten Luxus-Katzenklappe. Wer braucht denn sowas? Das haben wir uns auch gefragt und stellen euch die seltsamsten Neuerscheinungen der diesjährigen Consumer Electronics Show in Las Vegas vor.

Sieht aus wie ein normaler Schuh, ist aber schlauer: eVone Foto: eVone / Promo / Noizz.de

1. Schuhe rufen Hilfe, wenn du auf die Fresse fliegst

Das französische Unternehmen eVone stopft seine neuen Schuhe voll mit Elektronik, Sensoren und Chips – darunter auch ein Bewegungssensor, ein Gyroskop und ein Chip, der dich per GPS orten kann. Fällst du mit dem Schuh auf die Nase, erfassen die Sensoren den Vorfall und melden ihn an den Hersteller. Von dort aus werden vorher festgelegte Personen benachrichtigt. Insgesamt planen die Franzosen 26 Modelle und drei bis vier Sicherheitsschuhe der smarten Treter. Die Batterie des Schuhe soll sechs Monate halten und kann gewechselt werden. Die Zielgruppe: ältere Menschen, Arbeiter oder Wanderer. Billig wird der Service aber nicht: Die Schule sollen zwischen 100 und 120 Euro kosten. Dazu kommen mindestens 20 Euro pro Monat für den Service der Firma. Fazit: Der Schuh steckt zwar bis obenhin voll Technik, sieht aber trotzdem aus wie ein ganz normaler Schuh. Wer nicht explizit in die Zielgruppe passt, bleibt bei seinen ausgelatschten Sneakern.

Die smarte Katzenklappe von petWALK Foto: petWALK / Promo / Noizz.de

2. Diese Klappe lässt nur deine Tiere rein

Wie von Geisterhand öffnet sich diese smarte Klappe und lässt nur dein Haustier rein! "petWALK" funktioniert mit einem kleinen drahtlosen Chip am Halsband eurer Vierbeiner – und kann deshalb genau erkennen, wer vor der Tür steht. Damit will euch der österreichische Hersteller nicht nur vor Einbrechern, sondern auch vor Kälte schützen. Denn im Unterschied zur Standard-Katzenklappe öffnet ein kleiner Motor die Tür. Die intelligente Klappe lässt sich auch mit zusätzlichen Informationen versorgen: So könnt ihr euer Tier nur zu bestimmten Zeiten rauslassen oder die Tür bei Regen verschlossen lassen. Fazit: Ab sofort habt ihr die volle Kontrolle über eure Haustiere! Ihr wolltet Mitzi oder Wuffi schon immer mal im Regen aussperren? Dann legt schon mal etwa 2000 Euro zur Seite – eine Investition für voll-vernetzte Spielkinder.

3. Ein Halsband verfilmt dein komplettes Leben

Das Halsband Fitt360 von Linkflow will eure schönsten Erlebnisse für immer festhalten. Und das – wie der Name schon sagt – in 360 Grad. Denn das südkoreanische Unternehmen hat gleich drei HD-Kameras in den Halsreifen eingebaut. Zwei filmen nach hinten, eine nach vorne. Das Ergebnis könnt ihr euch unter anderem mit einer VR-Brille reinziehen. Die Videos können maximal 90 Minuten lang werden und werden automatisch stabilisiert. Mit an Bord sind ein Batterie-Check, Bluetooth, WLAN und Ortung via GPS. In Zukunft könnte das Band auch im Dienst genutzt werden: Eine Polizei-Variante könnte für mehr Sicherheit sorgen, wenn sich Angreifer von hinten an die Einsatzkräfte annähern. Fazit: Da der Preis noch offen ist, fällt die Einschätzung schwer. Wer auf VR steht und sportlich unterwegs ist, könnte das Fitt360 im Auge behalten. GoPro hoch drei als schickes Halsband.

Kamehameha: Mit der e-Skin sollst du bald ganz ohne Controller und VR-Brille zocken können Foto: Xenoma / Promo / Noizz.de

4. Endlich kommt die elektronische Haut

Ist das die nächste Stufe auf dem Weg zum ultimativen Zocker-Erlebnis? Die Firma Xenoma präsentiert auf der CES ein Shirt, das ohne Kamera die Bewegungen des Trägers erfasst und sie in Computerspiele überträgt. Die sogenannte "e-skin" trägt sich wie ein Pullover. Doch an Bord sind 14 Sensoren, welche die Bewegung des Spielers genau erfassen. Bisher funktioniert das nur in einem primitiven Mini-Spiel. Doch besonders in Kombination mit einer VR-Brille könnte der Spieler bald in ganz neue Welten eintauchen. Fazit: Mit diesem Shirt siehst Du aus wie Spider-Man. Wenn Xenoma mit dem smarten Shirt der Durchbruch gelingt, dann könnte das intelligenter Kleidung den Weg in den Massenmarkt öffnen!

5. Für immer Single? Hol dir Buddy nach Hause

Einsam, gelangweilt oder einfach nur Menschenhasser? Dann kannst du dir mit Buddy einen smarten Spielkameraden nach Hause holen. Der französische Hersteller FrogRobotics lässt den kniehohen Roboter auf der CES durch die Flure sausen. Er soll nicht nur ein persönlicher Assistent sein, sondern mit seinen drei Rädern auch als Housesitter und Kinderspielzeug dienen. Der fünf Kilo schwere Buddy liest auf Wunsch Rezepte vor oder ermöglicht Videotelefonie. Das Betriebssystem ist offen verfügbar und soll laut Hersteller besonders sicher sein. Dafür hält der Hersteller ordentlich die Hand auf. Fazit: Amazon Echo oder Google Home auf Rädern. Und das für 1290 Euro. Die Vorteile der rollenden Grinsebacke gegenüber billigeren smarten Assistenten sind nicht ersichtlich. Buddy könnte verdammt einsam in einer Lagerhalle verkommen.

Ein smartes Duo: Modoo und App lassen euren Raum individuell duften Foto: Modoo / Promo / Noizz.de

6. Lass deine Wohnung voll automatisch stinken

Stinkende Duftkerzen oder fiese Räucherstäbchen sollen bald der Vergangenheit angehören. Jedenfalls, wenn es nach dem US-Unternehmen Moodo geht. In das gleichnamige Gerät werden vier Duftkapseln eingesetzt. Per App kannst du dann bis zu 20 Düfte individuell zusammenstellen. Über Ventilatoren wird der Geruch im Raum verteilt. Das geht sogar über Amazons Alexa oder via Apple Homekit. Das Gerät schlägt mit 199 Euro zu Buche. Damit's dauerhaft duftet, muss man tiefer in die Tasche greifen: Vier Kapseln kosten rund 30 Euro – und halten bei durchschnittlicher Nutzung etwa 60 Tage. Fazit: "Alexa, sorge dafür, dass meine Wohnung nach einer Strand-Party müffelt." Wer statt auf knisternde Flammen auf eine smarte Duftkerze steht, sollte sich Moodo näher ansehen. Dass man sich seine Düfte selbst zusammenstellen kann, könnte aber auch zu unangenehmen Stink-Unfällen führen. Vorsicht!

7. Ein Airbag-Gürtel soll Oma und Opa das Leben retten

Für euch kommt der Airbag-Gürtel Hip'Air als stylisches Accessoire wohl nicht in Frage, doch euren Großeltern könnte er schon bald das Leben erleichtern. Die französische Firma Helite hat den Gürtel speziell für sturzgefährdete Senioren entwickelt. Das Ziel: Stürze sollen über einen Stapel Sensoren innerhalb von 0,2 Sekunden erkannt werden. Das reicht, um die Airbags mit einer CO2-Patrone aufzupusten und den Sturz abzufedern. Die Batterie des Gürtels soll eine Woche halten. Das Projekt ist keineswegs eine Spielerei: Der Hersteller stellt bereits seit Jahren ähnliche Airbags für Skifahrer her. Fazit: Mit 600 Euro ist der Hip'Air keine billige Anschaffung. Für ältere Menschen mit Hang zum Sturz kann der schlaue Gürtel aber eine sichere Erleichterung für den Alltag sein.

[Quelle: welt.de]

Quelle: Noizz.de