Ob sie damit Erfolg ernten werden?

Am 12. November öffnet endlich der lang-erwartete Netflix-Konkurrent Disney+ in den USA seine virtuellen Pforten. Das umfangreiche Angebot gepaart mit dem billigen Preis eines Disney+-Abos (6,99 US-Dollar im Monat) lassen den neuen Anbieter als Serien-Junkie-freundlichen Dienst aussehen. Doch dann das: Disney will auf seinem Streamingdienst das Binge-watch-Modell weitgehend verhindern – mit einer gewagten Taktik.

Anstatt alle Folgen einer Staffel gleichzeitig zu veröffentlichen wie Konkurrent Netflix, will Disney+ die Nutzer so richtig quälen und immer nur eine Folge pro Woche veröffentlichen.

Das killt das Binge-watching-Modell, dass Netflix bisher so erfolgreich und so gefährlich gemacht hat: gleich alle Folgen hintereinander zu sehen, auf sein Leben nicht mehr klarkommen, alles andere nach hinten schieben.

Ist die neue Strategie von wöchentlichen Veröffentlichungen die Zukunft des Streamens? Wird es sich in den nächsten Jahren wieder entwickeln zu einer Art ... Fernsehen? Ein Medienanbieter, der mir zeigen will, dass es ungesund ist, seinen Schlaf für eine Serie aufzuopfern? I don’t think so.

Vereinzelt verwendete auch Netflix die Taktik, jede Woche nur eine neue Folge zu veröffentlichen, zum Beispiel bei Erfolgsserie "Riverdale" oder der neuen Netflix-Produktion "Patriot Act". Tatsächlich sind diese Serien allerdings Ausnahmen in einem riesigen Angebot an Serien, die sofort bei Veröffentlichung alle Folgen bereitstellen.

Ob Disney+ Erfolg haben wird damit, die Veröffentlichung von neuen Serien-Staffeln über Wochen hinaus zu ziehen, wird sich Ende des Jahres zeigen. Im Januar 2020 werden dann auch alle Disney Produktionen von Netflix verschwinden – und dann geht der Kampf der Streamingdienste richtig los. Ein Drama besser als jede "Gossip Girl"-Folge, wenn ihr mich fragt. 

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Quelle: Noizz.de