Der Film ist ab dem 13. September in den Kinos.

Flimmern vor einem Kinofilm die Worte "based on a true story" über die Leinwand, dann schlägt mein Herz jedes Mal höher. Selbst wenn es ein Thema ist, was mich eigentlich so gar nicht interessiert: Geht es um echte Menschen, echte Geschichten und echte Leiden, dann bin ich getriggert.

Am 13. September erscheint der lang-erwartete Stripper-Film "Hustlers" mit absoluter Mega-Star Besetzung: Cardi B, J-Lo, Lili Reinhart, Constance Wu, Lizzo, Keke Palmer und Julia Stiles. Und Leute, drei mal dürft ihr raten, warum ich den Film geliebt habe, bevor ich ihn überhaupt gesehen habe. Fünf Worte: Based. On. A. True. Story.

"Hustlers" handelt von einer Gruppe ehemaliger und aktiver Stripperinnen, die mittels einer ausgeklügelten Masche Geld von unverschämt reichen Männern abzocken.

Hier kannst du dir den "Hustlers"-Trailer angucken:

Und das ist die True Story hinter "Hustlers":

Roselyn Keo ist extrem schlaues Kind, das wohl nie so richtig die Chance bekommen hat, eine höhere Bildung zu genießen. Ihre Eltern waren Flüchtlinge aus Kambodscha, sie gab mit 17 die Schule auf und fing an, in New York City in einem Diner zu arbeiten – um ihre Großeltern zu unterstützen. Dort entdeckte sie eines Tages der Manager eines Strip-Clubs und verschafft ihr einen Job, bei dem sie um ein Vielfaches von dem verdiente, was ihr das Kellnern einbrachte.

Als Stripperin bekam Roselyn ordentlich Geld. So viel, dass sie trotz Bemühungen nicht längerfristig aus der Szene rauskam. Als sie nach einer Auszeit zurückkehrte, wollte sie aber nicht mehr für ein paar Hundert Dollar am Abend strippen. Zusammen mit der Ex-Stripperin Samantha hatte sie eine neue Geschäftsidee.

Die beiden versuchten Männer in anderen Bars der Stadt aufzugabeln, mit ihnen zu saufen, und sie anschließend zu einem Strip-Club zu begleiten. Später fingen sie auch an, Prostituierte mit in die Hotels der Männer zu bringen. Die bekamen ebenfalls einen Anteil an der bevorstehenden Beute.

Egal welche Location, die Masche blieb dieselbe: Sie gaben den Männern so viel Alkohol und Rauschmittel, bis sie gar nicht mehr klarkamen. Dann nahmen sie deren Kreditkarten, fragten nach persönlichen Informationen, die ihre Identität gegenüber jeder Bank bestätigen würden und reizten die Kreditkarten aus. Mehrere Zehntausend Dollar brachte das der Gruppe an diesen Abenden ein.

Geeignete Opfer erkannten sie an ihren teuren Schuhen und dem Ehering

Wenn sich die Männer am nächsten Tag über die hohe Rechnung beschwerten, schoben die Stripperinnen die Schuld auf ein "außerordentlich großzügiges Trinkgeld". Die Männer erinnerten sich dank eines Keta-MDMA-Cocktails an wenig. Zur Polizei gingen sie auch nicht – denn das würde bedeuten, ihre Frauen und den Behörden zu erzählen, was sie den Abend getrieben hatten. 

Ihre Masche lief so gut, dass sie bald alle Besitzer von zahlreichen Luxus-Gütern waren, und "ohne mit der Wimper zu zucken" 1.000-Dollar-Schuhe kauften.

Doch irgendwann wurde Roselyn alles zu viel. Die Prostituierten im Griff zu behalten gestaltete sich schwieriger, als gedacht. Zwischen Samantha und Roselyn gab es ebenfalls Probleme. Roselyn wollte systematischer vorgehen, Samantha die schnelle Beute. Sie verloren potenzielle Opfer noch bevor sie sie maximal ausgenommen hatten und wurden gierig.

Roselyn setzte sich immer wieder Ziele, ab welcher finanzieller Summe sie aufhören würde. Doch sobald sie ihr Ziel erreicht hatte, setzte sie sich neue Ziele.

So fiel die Masche dann doch auf:

Sie flogen schließlich auf, in dem sich eine der Prostituierten in einem Telefongespräch mit einem der Opfer verplapperte. Der zeichnete das Gespräch auf und gab es an die Polizei weiter. Die folgende Investigation erwies sich trotzdem als schwierig, da die wenigsten Männer wohl über ihre Geschehnisse reden wollten. "Die Männer wollten nicht zugeben, dass sie von Frauen überführt worden sind", erzählten die Polizisten. Insgesamt sagten während des schlussendlichen Prozesses nur vier Männer gegen die Frauen aus. 

Am 9. Juni 2014 wurde Roselyn Koe zusammen mit den anderen Fadenzieherinnen verhaftet. Schuldgefühle konnten die Frauen abtun mit dem Gedanken, dass die Männer, die sie ausnahmen, andere Leute betrogen hatten, um an ihr Geld zu kommen.

2015 machte Journalistin Jessica Pressler Recherche zu der kuriosen Geschichte der Stripper-Crime-Story. Sie führte lange Gespräche mit einer der Haupt-Fadenzieherinnen Roselyn Koe und veröffentlichte die gesamte Geschichte schließlich im "New York Magazine".

Die ganze Geschichte von Jessica Pressler könnt ihr hier nachlesen. Der Film "Hustlers" läuft ab dem 13. September in den Kinos. 

>> 1. "Hustlers"-Trailer: Cardi B, J-Lo und Lizzo sind als Stripperinnen savage af

>> 2. "Hustlers"-Trailer: Stripper-Film mit Cardi B und "Riverdale"-Star Lili ballert richtig

Quelle: Noizz.de