Die Macher der Sendung stellen sich einfach schlau an ...

Seit Anfang des Jahres ist Hip-Hop aus chinesischen Massenmedien verbannt. Das heißt: Keine Bitches mehr heraufbeschwören, keine hochkaratige Rolex mehr herumwedeln und der Benz bleibt in der Zwölf-Karren-Garage. China Regierung hat also seine eigenen Vorstellungen vom Hip-Hop.

Und das, obwohl die Hip-Hop-Kultur in China gerade an Fahrt gewonnen hatte ...

Auch wegen der Castingshow „Rap of China“. Nach dem Ende der ersten Staffel kam das Hip-Hop-Verbot – und trotzdem läuft jetzt schon die zweite Staffel auf IQiyi, einer Art chinesischen Netflix, an – sogar mit großem Erfolg! Die Castingshow zog insgesamt bisher drei Milliarden Chinesen vor den Bildschirm.

Fans lieben die Sendung. Aber warum funktioniert die Show, in der in jeder Episode Rapper auf der Bühne stehen und ihre Lyrics droppen, trotz des Hip-Hop-Verbots?

„Hip-Hop wurde in China nie verboten. Ansonsten könnten wir die Show nicht machen“, erklärt ein Macher der Show jetzt gegenüber „Vice“. Die Landesverwaltung von Radio und Fernsehen habe Sender nur darüber aufgeklärt, dass Rap- oder Hip-Hop-Inhalte, die einen schlechten Einfluss auf die Jugend haben, nicht über Massenmedien vertrieben werden können.

Für die Show bedeutet das Folgendes: Rapper, die sich ihre Körper mit Tattoos verziert haben, tragen auf der Bühne langärmlige Shirts, um sie zu verdecken. Und: Schimpfwörter sind ebenfalls gestrichen.

Quelle: Noizz.de