Die Fortsetzung des Kultfilms ist es jedefalls nicht ...

Als „Trainspotting – Neue Helden“ 1996 in die Kinos kam, wurde er als DER britische Film der Stunde gefeiert. Danny Boyles Darstellung der abgehängten Arbeiterklasse Schottlands, die sich in Drogen flüchtet, wurde zum Sittenbild der Nation.

Gleichzeitig ritt der Film auf der „Cool Britania“-Welle, befeuert vom Arbeiter-Brit-Pop à la Oasis. Schauspieler Ewan McGregor und Regisseur Danny Boyle wurden schlagartig zu Stars.

Über 20 Jahre später kommt jetzt die Fortsetzung von „Trainspotting“ in die Kinos. In „T2 Trainspotting“ sieht man den Helden von damals deutlich an, dass sie gealtert sind. Auch in Sachen Drogen treiben es Renton, Spud und Co nicht mehr so wild wie früher – dafür geht’s im neuen Film ums Porno-Business.

Falls ihr kein Bock auf das Sequel habt, euch aber trotzdem einen Drogenfilm anschauen wollt: Diese Streifen sind mindestens genauso verstörend wie „Trainspotting“:

Requiem for a Dream (2000)

Wer diesen Film gesehen hat, wird erst mal die Finger von harten Drogen lassen. Denn Darren Aronofsky zeigt in diesen Film, wie tief Heroin-Junkies sinken können.

Harry, Tyrone und Marion hoffen darauf, mit Drogen das ganz große Geld zu machen. Schnell wird ihr Traum aber zum Alptraum: Harry alias Jared Leto verliert auf Grund von verschmutztem Spritzbesteck seinen Arm und Marion muss sich prostituieren.

Schonungslos und drastisch zeigt Aronofsky, dass am Drogenkonsum nichts, aber auch gar nichts romantisiert werden sollte.

Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (1981)

Für viele war Christiane F.s schockierende Drogen-Biografie Pflichtlektüre in der Schule. Es erzählt die Geschichte der erst 14-jährigen Christiane, die im West-Berlin der 70er dem Heroin verfällt und sich dafür sogar prostituiert. Vor allem der fließende Übergang von weichen Drogen wie Kiffen zu harten Drogen wie LSD und Heroin macht dabei sehr nachdenklich.

„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ wurde zum erfolgreichsten Sachbuch der deutschen Nachkriegsgeschichte und 1981 von Uli Edel verfilmt. Die Bilder von der abhängigen Christiane, gespielt von der 13-jährigen Natja Brunckhorst, gehen unter die Haut. Und eklige Toilettenszenen wie in Trainspotting gibt es in diesem Film auch.

Panik im Needle Park (1971)

Dieses Filmjuwel ist ein absoluter Geheimtipp, den kaum einer auf dem Schirm hat – und das obwohl Al Pacino die Hauptrolle spielt.

„Panik im Needle Park“ erzählt die Liebesgeschichte der Abhängigen Bobby und Helen, die regelmäßig am New Yorker Sherman Square rumhängen – dem „Needle Park“. Bobby ist Dealer und zieht Helen nach und nach mit in die Abhängigkeit. Das Heroin katapultiert die beiden in einen Teufelskreis aus Betrug, Kriminalität und Knast.

Dieser Klassiker geht wortwörtlich unter die Haut – und stellt Al Pacinos Wandelbarkeit unter Beweis.

Quelle: Noizz.de