Wie „Stranger Things“ in Deutschland ...

2019. Ein 15-Jähriger Junge verschwindet auf mysteriöse Weise aus einer Kleinstadt.

Doch die Entführung bleibt kein Einzelfall. Eltern bekommen Panik, die Polizei hat keine Ansatzpunkte. Und vor 33 Jahren passierte etwas Schlimmes, das Parallelen zu den neuen Fällen zeigt. Doch die Stadt Winden schweigt – denn der Grund für das Verschwinden der Jugendlichen ist düster –, und vier Familien sind in die Tragödie verwickelt.

Die Frage ist nicht, wo. Die Frage ist nicht, wer. Die Frage ist nicht, wie. Sondern, wann.

So verkauft Netflix die Story in dem offiziellen Trailer. Also: Worum geht es? Wo spielt es? Wer spielt mit? Und: Warum sagen alle, „Dark“ sei wie das deutsche „Stranger Things“?

Am Freitag, den 1. Dezember 2017 startet die Serie. Netflix and scream ist also angesagt. Hier ist alles, was wir wissen:

Die neuen Stars

Louis Hofmann bei der Premiere von „Dark“ Foto: API (c) Daniel Hinz / Agency People Image API

Ruhrpottler, Wahlberliner, Schauspielhoffnung: Louis Hofmann könnte mit seiner Rolle in „Dark“ zum neuen Stern im Serienuniversum werden.

Der 20-Jährige spielte schon in der ersten deutschen Amazon-Serie „You are Wanted“ an der Seite von Matthias Schweighöfer. Und in der deutschen Bestseller-Verfilmung „Die Mitte der Welt“ den schwulen Sohn einer chaotischen Patchworkfamilie.

In „Dark“ spielt Hofmann den Sohn Jonas einer der betroffenen Familien. Sein Vater hat Selbstmord begangen – ein Hinweis darauf, wie lange das Drama schon andauert.

Lisa Vicari hat schon Sonder- und Nachwuchspreise abgestaubt Foto: Getty Images Europe Christian Marquardt / Getty Images International Ltd

Seine Schauspielkollegin Lisa Vicari ist auch erst 20, aber ihre Arbeit nicht weniger vielversprechend. 2011 für den Deutschen Filmförderpreis nominiert, 2012 den New Faces Award erhalten, 2017 im „Tatort“ mitgespielt und jetzt eine Hauptrolle in „Dark“.

Aber auch die älteren Mitglieder des Casts der ersten deutschen Netflix-Serie haben ordentlich was auf dem Kasten:

Jördis Triebel hat schon mehrere Schauspiel-Awards gewonnen Foto: dpa / dpa picture alliance

Deutscher Filmpreis, den Award als „Beste Darstellerin“ beim renommierten „World Film Festival“ in Montreal und den Grimme-Preis: Die Ost-Berlinerin Jördis Triebel ist eine mehrfach ausgezeichete Schauspielerin.

Sie dürfte keine Probleme zu haben, eine verzweifelte Mutter zu spielen. Sie hat selbst zwei Kinder und auch mit Charakterollen keine Schwierigkeiten.

Oliver Masucci hat dieses typische Bösewichtgesicht… Foto: Agency People Image API

Deutsche Prinzipien, italienisches Temperament und kantige Gesichtzüge, an denen man Steine schleifen könnte. Oliver Masucci spielte den Hitler in der bitterbösen Satire-Komödie „Er ist wieder da“.

Für die Rolle als Nazi musste er 26 Kilo zunehmen. Beim Dreh zu „Dark“ im Dauerregen bibbern. Er spielt den Polizisten Ulrich Nielsen auf der Suche nach den vermissten Jugendlichen, der keine Spur zu finden scheint.

Der Cast von „Dark“ alias die Stars von morgen? Foto: Getty Images Europe Andreas Rentz / Getty Images International Ltd

Außerdem dabei: Maja Schöne, die als Vergewaltigungsopfer im Drama „Der Brand“ auf der Berlinale als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde, der Berliner Tatort-Ermittler Mark Waschke und viele weitere deutsche Stars.

Die dunklen Orte

Gedreht wurde die düstere, mystische Serie in Berlin und in einer brandenburgischen Kleinstadt, circa 20 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Auch der Ort Winden im Elztal soll im Gespräch gewesen sein. Die Kleinstadt Winden in der Serie sei aber laut Machern „rein fiktiv“.

Die Bingewatch-Qualitäten

Spitzenschauspieler, spannende Story, Gänsehaut-Klavier-Musik mit eindringlichen Streichern, einstündige Episoden und davon vorerst zehn Folgen. Klingt, als könnte die Serie ein ähnliches Suchtpotenzial wie die Netflix-Serie „Mindhunter“ entwickeln.

Die Parallelen zu „Stranger Things“

Wir fassen zusammen: Jugendliche verschwinden abends im Wald. Eine bis dahin stinknormale Kleinstadt versinkt im Ausnahmezustand. Kinder fangen an zu zweifeln und Eltern kommen auf den Gedanken, das ein abgekartetes Spiel dahinter steckt. 1986 – Tschernobyl, Atomkraftwerk, Menschenexperimente. Zeitreisen über eine Höhle im Wald. Ein wilder Genremix aus Familiendrama, Science Fiction, Mystery-Serie, deutschem Autorenfilm.

Klingelt da was? Richtig: Klingt wie „Stranger Things“ 2.0 mit einer Prise „Twin Peaks“ und „Riverdale“. Deutsche Fans von „Stranger Things“ könnten sich also mit „Dark“ die Zeit vertreiben, bis die dritte Staffel mit Elf und dem Demogorgon endlich erscheint.

Quelle: Noizz.de