Ab dem 5. März kann man des Lebens der wohl eigenartigsten WG Deutschlands auf der großen Kinoleinwand sehen – naja, zumindest ein Teil dieses Wahnsinns zwischen Schnapspralinen, Eierkuchen, Gentrifizierung und Kleinkünstler-Dasein.

Okay, ich habe wirklich lange auf diesen Moment gewartet. Oder eher mit dem Gedanken gespielt, wie das denn wäre, wenn es wirklich passiert. Und nun? Wird es tatsächlich Realität. Marc-Uwe Klings Bestseller "Die Känguru-Chroniken" über seine etwas andere Wohngemeinschaft mit einem sprechenden, kommunistischen Känguru kommt unter der Regie von Dani Levy ins Kino!

Aber, soviel darf ich hier schon mal spoilern, ohne legendäre 3D-Szene. Für all jene, die die Geschichte aus dem Berliner Kleinkünstler-Millieu nicht kennen, reiße ich hier einmal den Inhalt kurz ab, wie so ein Recap, wenn eine neue Staffel deiner Lieblingsserie auf Netflix anfängt:

Marc-Uwe (Dimitrij Schaad), ein unterambitionierter Kleinkünstler mit Migräne-Hintergrund, wie er sich selbst beschreiben würde, lebt wie eingangs erwähnt mit einem Känguru (spielt sich selbst) zusammen. Doch die Kreuzberger-WG-Idylle – sofern es die denn gibt – ist in Gefahr: Ein rechtspopulistischer Immobilienhai bedroht mit einem gigantischen Bauprojekt die Idylle des Kiezes. Parallelen zu real-existierenden Parteien und Personen absolut zufällig und ohne Absicht. Das findet das Känguru natürlich nicht witzig. Deswegen entwickelt es einen Plan: ein großer Anti-Terror-Anschlag.

Hier gibt es zur Einstimmung schon mal den Trailer:

Wer die Bücher von Marc-Uwe Kling kennt, weiß dass das Zusammenleben in dieser WG nicht immer ganz so reibungslos vonstatten geht – jeder Tag ein neues Abenteuer. Aber einige Dinge, kommen jedem, der schon mal in einer WG gelebt hat, nur zu bekannt vor.

Wir haben "Die Känguru-Chroniken" schon im geheimen Untergrund gesichtet – und acht WG-Typen gefunden, die das Leben in einer Wohngemeinschaft nur zu gut auf den Punkt bringen. Da kann das Känguru nur zustimmen.

1. Kommt immer zur falschen Zeit

Puhh, haken wir den anstrengendsten Mitbewohner-Habitus gleich mal ab. Nie sind die Mitbewohner da, kommen aber immer dann, wenn es richtig unpassend ist. Wenn man z.B. gerade konzentriert am nächsten Start-up-Businessplan sitzt. Seine Memoiren verfasst. Oder seinen Bestseller über das Zusammenleben mit den nervigen Mitbewohnern. Oder wenn man grade seine Flamme endlich klargemacht hat. Und dann ist es natürlich noch nicht mal so, dass dein Mitbewohner den Schlüssel benutzt – nein, er oder sie klingelt!

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2. Borgt immer Lebensmittel

Ahhh, nein. Stell dir vor, du willst gerade ein geiles Spiegelei machen. Weil du dir sicher bist, du hast noch zwei Eier im WG-Kühlschrank. Und dann kommst du nach Hause und der Kühlschrank ... leer. Weil dein verehrter MItbewohner sich mal "was geborgt hat". Hass! Hass!

3. Saut immer die Küche voll

Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Eigentlich hat nie jemand richtig Bock, für die ganze WG zu kochen. Wenn es dann doch mal jemand tut, ist das zwar irgendwie geil – aber die Küche sieht leider aus, wie ein Schlachtfeld. Und wer muss dann wieder saubermachen? Richtig, du natürlich. Doofe Frage. Hier, hab 'nen Lappen für dich!

4. Sorgt immer für Ärger mit der Polizei

Dude ... wir alle hatten wohl mal diesen einen Mitbewohner, der immer für Krawall gesorgt hat. Und wegen dem nicht nur mal wegen einer zu lauten WG-Party die Polizei vor der Tür stand.

5. Besitzt nichts Nützliches, aber hat unglaublich viel Kram

Das WG-Casting war erfolgreich und du glaubst tatsächlich, du hättest den idealen Mitbewohner an der Angel? Hah! das denkst du aber auch nur so lange, bis er oder sie mit allem Kram ankommt. Viel Spaß beim Aussortieren!

6. Hat immer einen entgegengesetzten Aktivitätszyklus

Immer wieder nett: Du willst einfach schlafen, weil du die Nacht zum Tag gemacht hast. Deinem hyperaktiven Mitbewohner-Spezi macht der Schlafmangel aber nichts aus, im Gegenteil – er ist aktiver als sonst! Na, Bock auf 'ne Runde Basketball?

7. Als Babysitter unbrauchbar

Es ist hart, sein Privatleben mit lukrativen Nebenjobs zu vereinbaren. Praktisch, wenn man Zweiteres manchmal auch zur Gemeinschaftsaufgabe der WG machen kann. Bietet sich beim Babysitten etwa super an! Blöd nur, wenn die Schlüsselwörter "Kein Unsinn", "Vertrauen" und "keine Kampfsportarten ausprobieren" irgendwie nicht zum Wortschatz deiner Mitbewohner gehören.

8. Stört immer beim Flirten

Ey, schon mal was vom Bro-Code gehört? Jemanden die Tour beim Flirten zu vermiesen, geht gar nicht. Dass man das aber gerade tut, fällt einem manchmal gar nicht so direkt auf, wenn man jeden Tag zusammen Zähne putzt, das Bad und die Küche teilt. Tjahaaa ...sorry.

Ihr wollt eigentlich wissen, wie der Film denn jetzt nun so ist? Tja, da müsst ihr euch noch ein bisschen gedulden. Ich muss erstmal meinen Schnapspralinen-Vorrat nachfüllen und erst dann kann ich die Rezension schreiben. Ab dem 5. März 2020 kann eh jeder im Kino seines Vertrauens den Film sehen.

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Quelle: Noizz.de