... weil der Film einfach mit Konventionen bricht – und wir wollen mehr davon!

Jeder liebt "Die Eiskönigin" oder wie Hardcore-Fans sagen würden: "Frozen". Der erste Teil kam vor sechs Jahren in die Kinos und war für Disney ein echter Überraschungs-Hit. Der Song "Let It Go" wurde zur Befreiungshymne, gewann einen Oscar, und jedes Kinderzimmer wird seitdem von Königin Elsa beherrscht.

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Nun ist also endlich der zweite Teil in die Kinos gekommen, und die Fortsetzung bricht schon jetzt Rekorde. Und neben Schneemann Olaf, Renteir Sven und dem Schwester-Duo Elsa und Anna etabliert sich ein ganz neuer Publikumsliebling: Kristoff. Der ist für das Internet nämlich mittlerweile der beste Disney-Prinz aller Zeiten. Dabei ist er noch nicht einmal ein echter Prinz, sondern ein einfacher Kaufmann, in den sich Prinzessin Anna bereits im ersten Teil verliebt hat.

In der Fortsetzung von "Frozen" wird die Beziehung auf eine Probe gestellt. Anna muss Elsa beistehen und sich dafür auch in Gefahrensituationen begeben. Kristoff ist in diesem Fall nicht der rettende Prinz in der Not, sondern unterstützt Anna, indem er ihr beisteht. Zudem zeigt er Gefühle und hat Ängste, Anna zu verlieren.

Seinen Gefühlen gibt Kristoff mit dem Song "Into the Woods" Ausdruck:

Ziemlich untypisch für einen männlichen Charakter. Das Erfolgsrezept der Macher ist bei Kristoff ähnlich wie beim Rest des Geschichte: "Frozen" ist eben nicht der ganz klassische Disney-Streifen, er bricht mit Konventionen.

Als "Frozen" ursprünglich entwickelt wurde, folgte die Geschichte sehr nah dem klassischen Märchen von Hans Christian Andersen. Elsa war eine Schurkin, die nicht mit Anna verwandt war. Die Schwesternbeziehung, und das Elsa nicht böse handelt, sondern nur nicht weiß mit ihrer Kraft umzugehen, hat sich erst im Laufe der Arbeit am Film entwickelt.

Damit zeigt "Frozen" Charaktere abseits der gängigen Klischees. Dass Elsa als Hauptfigur des ersten Films auch keinen Mann an ihre Seite gestellt bekommen hat, sondern dass es allein um die Kraft schwesterlicher Liebe ging, war ein neuer Ansatz. Daher kamen auch die "Give Elsa a Girlfriend"-Hashtags.

Mit Kristoff im zweiten Teil widmen sich die Macher nun auch dem Thema toxische Männlichkeit und zeigen, dass es nichts Großartigeres gibt als einen Mann an der Seite einer Frau, die er unterstützt. Gleichzeitig steht er offen zu seinen Gefühlen. Dass das gut beim Publikum ankommt, gibt Hoffnung, dass wir in Zukunft mehr Geschichten dieser Art sehen werden.

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Quelle: Noizz.de