Wenn das „Dream-Date“ zur echten Überlebensprobe wird ...

Oh mein Gott, wir nähern uns dem Ende von Nadine Kleins Suche nach Mister Perfect. Noch im Rennen sind: Quetsch-Gesicht-Schönling Daniel, Prince Charming Alex und unser liebster treudoofer Herzensguter Chaot Filip. Ja, wir wissen eigentlich alle schon, wer in dieser Folge das Bachelorette-Leben verlassen muss, aber – vielleicht überrascht uns RTL ja doch noch.

[Mehr dazu: Fürs Leben lernen mit der „Bachelorette“: Am Ende muss halt immer gezüngelt werden!]

Eine Sache ändert sich nie beim Bachelor oder der Bachelorette: die Dream-Dates. Das perfekte, ultimative, krasseste Date, was du dir vorstellen kannst. Am besten Ort der Welt, mit Action, Romantik, Candle-Light Dinner und so.

Für Nadine und ihre „Jungs“ geht es nach Holland – naja, irgendwie. Eigentlich geht es nämlich auf die ABC-Inseln in der Karibik, die offiziell ja auch zu den Niederlanden gehören. Aber es wäre voll nicht Nadines Stil, an dieser Stelle nicht irgendwo etwas Witziges einzubauen. Deswegen werden die Jungs erst mal nach Amsterdam verschifft.

Filip ist dementsprechend enttäuscht: „Ich brauch von Hamburg aus vier Stunden nach Holland, das ist kein Dream Date!“ – ja, RTL ehrlich mal, was soll das? Der Vogel wird vollends abgeschossen, wenn wir, die Zuschauer, in MTV-Cribs-Ästehtik durch eine Klompen-Wekstatt geführt werden und in einer Art Deleriumschnitt die Langeweile der Jungs persifliert wird.

Wow, waren die Redakteure da kreativ. Inklusive Malsession. Den Sympathievogel schießt hier Schnösel Daniel ab: „Wir waren alle so auf Grundschulniveau. Außer Filip, der war eher so Grundschul-Förderklassen-Niveau.“ Ja, genau so einen Mann wollen wir, der so über andere redet.

Hach, RTL ... Umso froher ist man als Zuschauer, wenn dieses traurige TV-Inszenierungs-Schauspiel sein Ende nimmt und es wirklich auf die traumhaften Karibik-Inseln geht.

Station 1: Daniels super-romantisches Date mit Körperlichkeiten auf Aruba

Ganz ehrlich: Ich bin kurz vorm Kotzen, wenn ich noch einmal diesen anstrengenden Grinse-Schönling knutschend mit Nadine sehen muss. Ich kann da nicht hingucken. Die sind einfach nicht Kuss-kompatibel. Zu meinem Unglück ist dieses Date auf Aruba voll mit Zungenküssen und sexuellen Anspielungen. Daniel ist ein Fuck-Boy. Das weiß Nadine. Eigentlich. Aber wer sagt das schon offen? Deswegen werden einfach mal sexuelle Triebe mit echten Liebesgefühlen verwechselt.

Aber: Das kann ja passieren, wenn man auf der schönen Karibik-Insel so rumchillt, schnorcheln gehen kann und am Ende wohl auch intensive „Körperlichkeiten, die Spaß machen“ austauscht. Was der Daniel damit wohl meint? Natürlich wird auch hier wieder getrunken bis zum geht nicht mehr. So lässt sich eben einfach alles ertragen.

Bei Daniel und Nadine ist der „Funken“ einfach übergesprungen. Ob es an dem schrecklichen Waden-Strich-Tattoo liegt oder beide einen Sonenstich von dem ganzen Tag knutschen auf dem Katamaran haben – keine Ahnung. Peinlichster Spruch: „Mal schauen was du heute für eine Arielle bist.“ Kotz.

Natürlich verbringen beide die Nacht miteinander und natürlich passierte, was passieren muss. Testphase nennt man das wohl. Der Morgen danach mit Ausblick-Frühstück ist eine einzige Kuschelorgie. Sie knutschen und knutschen und beide können nicht von einander lassen. Nadines Fazit? „Es war perfekt.“ Okay, dann weiter zum nächsten.

Station 2: #Vanlife auf Curaçao mit Filip

Bevor wir hier ins Detail gehen: Dieses Dream-Date ist das mit Abstand witzigste der TV-Geschichte. Ich kann nicht mehr. Ich lache noch immer. Es ist eine Mischung aus unfreiwilliger Komik und perfekten Einfällen der RTL-Themenredaktion, gepaart mit Super-Einfällen der Tourismus-Branche.

Aus irgendeinem Grund muss Filip die Bachelorette über die Insel chauffieren in einem alten VW-Van. Wie dabei die von Nadine bisher bemangelte Romantik aufkommen soll? Keine Ahnung. Trotzdem haben irgendwie beide sehr viel Spaß.

Auch wenn Filip quasi Todesängste überstehen muss: Er muss sich trotz Höhenangst von einer Brücke abseilen, ekelhaftes Kokoswasser trinken und ein Jeanshemd (was für ein Fashion-Fauxpas!) beim Candle-Light Dinner tragen. Statt Dauergeknutsche wie bei Quetschie Daniel gibt es Dauerlachen. Wenn das hier für Filip vorbei ist, er findet seinen Platz irgendwo in der TV-Welt.

Das Traurige an diesem Date ist Folgendes: Filip denkt die ganze Zeit, es läuft voll gut. Man muss ja auch nicht gleich immer sexuell werden. Einfach Spaß haben ist seine Devise und reden. Tja. Problem nur, das für Nadine Sex gleich Liebe ist. Da hilft auch der eine verschämte Kuss beim Date nichts.

Auch er verbringt die bei Nadine im Schlafzimmer: „Ein Gentleman schweigt und genießt.“ Das ist ehrenhaft, aber leider wissen alle schon an dieser Stelle. Bye Bye, Filip!  Wir werden seine sagenumwobenen Sprüche irgendwie vermissen.

Station 3: Bonaire sehen und sterben mit  Alex und einer Horde Eseln

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. Wer das perfekt inszenierte erste Kuss-Date von Nadine und Prince Chamring Alex in „Die Schöne und das Biest“-Manier erlebt hat, weiß, dass er der heimliche Favorit ist.

Nadine mag ihn sehr und guckt ihn schon bei der Begrüßung an, als würde sie am liebsten sagen: „Küss mich doch, du Vollidiot!“ Aber irgendwie hat Alex Hemmungen – wahrscheinlich, weil er nicht so abgebrüht ist wie Quetschie-Daniel. Die Konkurrenz von zwei anderen Männern verunsichert ihn.

Zum Start dieses wundersamen Tages auf Bonaire hat sich RTL etwas Tolles ausgedacht: Ein Rundflug. Blöd nur, dass beiden, Nadine und Alex, ein wenig zum Kotzen zu Mute ist bei jedem Luftloch, das sie durchfliegen. Verdammt.  Aber auch hier kann Nadine etwas Romantisches abgewinnen: „Ich weiß, er würde mir die Haare halten“.

Irgendwie verstehe ich andauern statt „Bonaire“, die Insel auf, der sich beide nämlich befinden, „Bon Iver“ und warte auf die romantische Hintergrundmusik des gleichnamigen Künstlers, die dann doch nicht kommt. Stattdessen besuchen beide eine Eselfarm. Ja, echt. Top-Romantisch. Die Esel fressen beide fast auf, und wir könnten gut eine Trash-Horrormovie daraus drehen. Aber irgendwie sorgen die Futter-geilen Eseln dafür, das beiden sich endlich wieder küssen.

Nachdem beide dank der Esel-Familie endlich wieder einen Draht zueinandergefunden haben, geht es ziemlich verschmust weiter: Beide küssen sich, Nadine wendet auch hier wieder ihrem Lieblings-Knutsch-Wink-mit-dem-Zaunpfahl-Spruch: „Lass mal auf die Couch setzen“ an.

Selbstverständlich bekommt auch Alex seine Nacht mit ihr, beide wachen perfekt auf. Lustig ist hier Alex’ Feststellung,  Nadine gehe einfach so ungemacht zum Frühstück. Klar mit Wimperntusche im Morgenmantel und mit Dutt inklusive Haarband ist für mich auch voll ungestylt. Uff.

Krönender Abschluss: Die Nacht der Rosen

Hmm, was kann da noch kommen? Eigentlich wissen wir, was passiert. Filip muss gehen. Weil ohne Sex und Dauergeknutsche, keine Liebe. Filip ahnt allerdings noch nichts von seinem Unglück. Der glaubt nämlich noch immer, er habe Nadines Herz erobert.

Aber es kommt, wie es kommen muss: Nadine wählt die beiden Schönlinge aus, ihre Mutter kennenzulernen. Filip geht als guter Verlierer vom Platz und irgendwann wird Nadine vielleicht bedauern, sich so entschieden zu haben. Aber die beiden anderen Jungs werden Mama Klein bestimmt zusagen. Nadine wird Dramen- und tränenreich sich entscheiden, wie die Vorschau verrät.

Also, Bierchen runtergekippt und weiter geht’s zum Finale! Wo war eigentlich der Martini Fufu diese Folge?

Quelle: Noizz.de