„Im Interesse aller Fahrgäste sollte dies wirklich ein Einzelfall bleiben.“

Weil er Anfang November in den falschen Zug gestiegen war, hat TV-Satiriker Jan Böhmermann nach eigenen Angaben beim Zugpersonal einen Sonderhalt durchgesetzt. Er habe von Hamburg bis Bremen fahren wollen, aber versehentlich einen Zug erwischt, der planmäßig ohne Zwischenstopp nach Essen fuhr, erzählte Böhmermann in einem neuen Podcast. Um dennoch pünktlich bei einer Abendveranstaltung der Bremer Zeitung „Weser-Kurier“ erscheinen zu können, habe er den Zugchef um einen Sonderhalt gebeten.

>> Böhmermann ist wieder witzig – dank Sat1-Comedian Luke Mockridge

Böhmermann berichtete in dem Podcast und zuvor bei der Veranstaltung der Zeitung, dass der Zugchef dem Sonderhalt in Lauenbrück (Kreis Rotenburg/Wümme) nach mehreren Gesprächen zugestimmt habe. Von dort sei er mit einem Regionalzug nach Bremen weitergefahren, so der Fernsehmoderator. Lauenbrück liegt etwa auf halbem Weg zwischen den beiden Hansestädten.

Die Deutsche Bahn wollte den Vorfall am Montag nicht direkt bestätigen, erklärte aber auf Anfrage:

„Es ist richtig, dass es für den IC 2195 am 2.11. einen Sonderhalt im Bahnhof Lauenbrück gab.“

Ob Böhmermann Grund für den außerplanmäßigen Halt gewesen war, blieb offen. Zuvor hatte der Bonner „General-Anzeiger“ darüber berichtet.

Der zusätzliche Halt sei eine „absolute Ausnahme“, hieß von der Bahn. „Im Interesse aller Fahrgäste sollte dies wirklich ein Einzelfall bleiben. Wir weisen den Kollegen entsprechend darauf hin.“ Konsequenzen habe die Aktion jedoch nicht.

Quelle: Noizz.de