Chris Watts beging Morde, die wohl schrecklicher und sinnloser nicht sein könnten. Er tötete seine schwangere Frau Shan'ann und die gemeinsamen Töchter. Obwohl er zunächst seine Frau beschuldigte, die Töchter erwürgt zu haben, bekannte er sich schließlich schuldig. Der Grund für die Morde könnte nicht banaler sein. Jetzt will Netflix den Fall aufarbeiten. Was kann die Doku?

"Mein Name ist Nicole, und ich rufe an, weil ich mir Sorgen um eine Freundin mache. Ich habe sie heute Morgen um 2 Uhr zu Hause abgesetzt und kann sie nicht erreichen", startet der Netflix-Trailer zu "American Murder: The Family Next Door". Die dramatisch-dunkle Musik im Hintergrund lässt den Zuschauer sofort erahnen: Hier stimmt etwas gewaltig nicht. Und so ist es auch.

Was mit einem besorgten Anruf bei der Polizei begann, entwickelte sich innerhalb weniger Tage zu einem der tragischsten Mordfälle, die die USA je gesehen hat. In die Geschichte gingen sie als die "Watts Family Murders" ("Familie-Watts-Morde") ein.

Chris Watts bei seiner Urteilsverkündung. Er muss sein Leben lang ins Gefängnis – weil er seine schwangere Frau und die beiden gemeinsamen Töchter umbrachte

Spoiler Alert: Das passierte in der Nacht, nachdem Shan'ann von ihrer Freundin abgesetzt wurde!

Nach Nicoles Anruf bei der Polizei besuchte ein Beamter das Haus der Watts, um nach dem Rechten zu sehen. Die anschließend veröffentlichten Aufnahmen der Bodycam ließen Menschen weltweit zusehen, wie Familienvater Chris Watts auf das vermeintliche Verschwinden seiner Frau und Kinder reagierte. Ein Nachbar, der ebenfalls in den Clips zu sehen ist, brachte es nach nur wenigen Minuten auf den Punkt. Als Chris Watts kurz das Zimmer verlässt, flüstert er dem Polizisten zu: "Der verhält sich komisch."

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Kein Wunder: Wenige Tage später kommt es zum Geständnis. Chris Watts, der sich zunächst in den Medien als ahnungsloser Familienvater ausgab, gestand, seine schwangere Frau Shan'ann und die gemeinsamen Töchter Bella und Celeste getötet zu haben. Seine Frau erwürgte er. Die beiden Töchter fuhr er mit ihrer toten Mutter auf dem Rücksitz an einen Ort, wo er zunächst Shan'ann vergrab. Anschließend erstickte er Bella und Celeste und warf sie in einen Öltank.

Der Grund für die Morde könnte nicht banaler sein. Chris Watts hatte sich in eine andere Frau verliebt, wollte die Scheidung.

Bodycam der Polizei, Videos der Vernehmungen bei der Polizei – was kann die Doku?

Der Fall Chris Watts ist natürlich schon von sämtlichen Medienschaffenden und Journalist*innen rauf und runter georgelt worden. Es gibt Hunderte News-Beiträge, einige Dokus und sogar die Videoaufnahmen der polizeilichen Vernehmungen inklusive Geständnis im Internet zu sehen.

Was kann uns die neue Doku aus dem Hause Netflix also bieten? Um ehrlich zu sein, nicht viel – außer den ersparten Aufwand, alle Infos zusammen zu suchen und – das kann Netflix nunmal besonders gut, wenn es um eigentlich schreckliche Mordfälle geht – zeitgemäßes Entertainment.

Der Trailer zeigt, auch Netflix hat sich aller bereits veröffentlichter Materialen bedient. Neben den Bodycam-Aufnahmen und den Vernehmungs-Videos, flechtet Netflix in die Storyline auch etliche Social-Media-Beiträge von der ermordeten Shan'ann ein – und wirft damit immer wieder einen spannenden Bogen zwischen heiler Familie und horrorhaftem Mordfall.

Fazit: Für Kenner des Fall ist die neue "American Murder: The Family Next Door" womöglich eine Enttäuschung – generell wird sie von den Netflix-Profis aber gut umgesetzt sein.

Hier kannst du den offiziellen Trailer zu "American Murder: The Family Next Door" sehen:

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lsk

  • Quelle:
  • Noizz.de