Wir haben die besten Reaktionen auf den Film zusammengefasst.

Die Musical-Verfilmung erscheint in Deutschland zwar erst am 25. Dezember – dass "Cats" ein einziges Debakel ist, da sind sich aber jetzt schon alle einig. Nun sollte man ja eigentlich nichts verurteilen, was man noch nicht kennt. Allerdings muss man auch sagen: Schon der Trailer zum Film macht auf ganzer Linie betroffen!

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Es ist ein einziges Cringe-Fest, wenn man Jason Derulo, Judy Dench, Taylor Swift oder Jennifer Hudson in ihren pelzig-unnatürlichen, eng anliegenden Fell-Overalls sieht. Neuste Dimensionen der CGI-Filmtechnik wurden genutzt, allerdings so, dass es aussieht, als wären sie eher großflächig ignoriert worden. Nur um abstoßend-animierte Gesichter, die eher an das Computer-Spiel Sims erinnern, ohne Gnade unter die Computer-Katzenohren zu manövrieren. Die Story ist wie bei Musicals halt immer: Nicht so wirklich vorhanden.

Alles in allem ist das, was dabei offenbar rausgekommen ist, ein Haufen hochkarätiger Stars, deren eigenartiges Katzen-Theater eigentlich keiner sehen will. Entsprechend fallen die Bewertungen und Kommentare aus. Damit ihr euch von dem diese Woche erscheinenden Film schon mal ein Bild machen könnt, haben wir unsere Lieblings-Kritiken für euch säuberlich zusammengefasst. #miau

Die Time: "Man kann nichts dagegen tun"

"Ein Film kann fesselnd sein, ohne dass er wirklich gut ist." schreibt Time-Autorin Stephanie Zacharek in ihrer Review. Was sie damit meint? Dass sie den Film eigenartig schön findet – im gleichen Atemzug sagt sie aber auch, dass diese Verfilmung eigentlich keiner brauchte, sie komplett überstrapaziert sei und schlechter Geschmack besser ist als gar kein Geschmack.

Aber immerhin: Zacharek lobt die Arbeit der Nachwuchs-Hauptdarstellerin in einem Film, der sonst hauptsächlich mit Widersprüchen angefüllt ist. Ihr Resümee ist, dass der Streifen furchtbar ist, und gleichzeitig toll. Und dass man nun mal nichts gegen ihn tun kann. Klingt für uns jetzt eher nach Resignation als nach Begeisterung.

NPR: Durchgängig befremdlich

Eigentlich, so Kritiker Scott Tobias, waren sich alle einig, dass man das Musical "Cats" nicht verfilmen könne. Aber nun, dank neuster Technik, kann man sich auf der großen Leinwand ansehen, wie Ian McKellen "Miau Miau" sagt – und dass mit der Würde eines echten Shakespear Autors. Ja, das war Ironie. Schließlich sagt Scott, dass der Film in seinen 110 Minuten durchgängig eigenartig und befremdlich für das Publikum ist. Er ist der Meinung, dass die animierten Katzenkörper aussehen, wie aus Japanischen Horrorfilmen.

James Cordon findet er in seiner Lustigkeit aber nicht schlecht – neben anderen kleinen, ganz okayen Elementen. Dennoch kommt Tobias zu dem grundlegenden Schluss: "Die fundamentale Verkehrtheit von einer Screen-Version von 'Cats' verflüchtigt sich nie."

Independent: Was soll man tun?

Ein Film, der gekommen ist, um in glorreicher Schande unterzugehen – so Clarisse Loughrey in ihrer Review des britischen Magazins Independent. Ihr Text wirkt ein wenig hilflos, als sie fragt "Was soll man machen, wenn Taylor Swift ihre Fell-Brüste shaked und dann Catnip in eine entzückte Menge streut?" – gute Frage: Was tun? Loughrey gibt die Antwort direkt auch selbst: "Man schnallt sich an, man erlebt es und dann muss man mit den Eindrücken leben."

Die Kritikerin sucht die Schuld an dem epic fail aber nicht nur bei den Filmmachenden. Schließlich ist schon das Original-Musical in seiner Story ziemlich unsinnig. Darüber hinaus nennt sie die Aufmachung der Katzen aber eigenartig und idiotisch. Sie vermutet hinter dem ganzen Spektakel, den unbedingten Willen des Regisseur Tom Hooper möglichst viel Verwirrung zu stiften. Ist auch eine Erklärung für die Dinge.

Ab ins Kino!

So: Wer also Lust auf Verwirrung, Befremdlichkeit und neue Dimensionen schlechten Geschmacks hat, der geht am 25. Dezember ins Kino. Wer das nicht will, bleibt zu Hause bei der lieben Familie. Manchmal hat aber auch das, vor allem an Weihnachten, denselben Effekt.

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  • Quelle:
  • Noizz.de