Ein Schauspieler analysiert die prominenten Laiendarsteller.

Rapper entdecken neben der Musik ein neues Business für sich: die Schauspielerei. Spätestens seit der Clan-Serie 4 Blocks ist auffällig, dass immer mehr Rapper für die Rolle von Gangstern und Kriminellen eingesetzt werden. Schließlich haben sie die Geschichten, die sie spielen, meistens selbst erlebt – und wirken authentisch. Kein Wunder also, dass Sido und B-Tight in Blutzbrüdaz sowie Bushido in Zeiten ändern Dich in die eigenen Rollen schlüpfen – selbst wenn die Geschichten nur teilweise auf wahren Begebenheiten beruhen.

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Doch authentisch wirken und gut schauspielern, sind zwei unterschiedliche Dinge. Deswegen hat sich auch Korner, ein Format von Funk, gefragt: Wie gut können die Rapper wirklich schauspielern? In einem Video beurteilt der Theaterregisseur Frank Riede die Darstellung von Veysel, Kool Savas und Co. Mimik, Geste und Sprache müssen die Rapper eigentlich nicht mehr lernen. Auf Knopfdruck weinen und Liebe zeigen, scheint dagegen schon etwas schwieriger. Gefühle öffentlich und ehrlich zeigen, sind sie nicht gewohnt. Hinzu kommt: Auswendig gelernte Texte sollen nicht auswendig gelernt klingen. Für die meisten ein Problem.

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Riede selbst hat schon an der Seite von Jean-Claude Van Damme in dem US-Kinofilm Til´Death gespielt. Er beurteilt in dem Video Kool Savas in Geschwister Kardesler, Bushido in Zeiten ändern Dich, Veysel und Gzuz in 4 Blocks, Xatar und Haftbefehl in Der Hollandjob, Capital Bra in Asphalt Gorillas sowie SSIO in seinem Musikvideo zu Nuttöö.

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Sein Fazit: „Kool Savas hat das super gemacht. […] Ich mochte das auch bei Xatar, Haftbefehl und Hanyball.“ Bei anderen Rappern ist er hingegen etwas kritischer. „Dann gibt es halt ein paar, wo ich sagen würde, dass es nicht mal für das Laienspiel reicht“, sagt Riede. „Die sollten einfach etwas anderes machen: Bushido zum Beispiel, okay?“ Okay. 

Quelle: Noizz.de