"Wenn ich es bis dahin nicht fertig habe, habt ihr die Erlaubnis mich in einzusperren, bis ich fertig bin", schrieb "Game of Thrones"-Autor George R.R. Martin auf seinem Blog, genau ein Jahr vor dem Start der World Science-Fiction Convention 2020. Gemeint war der sechste Teil der Saga mit dem Titel "The Winds of Winter", auf den Fans noch immer warten müssen. Bringen sie ihn nun wie gewünscht ins Kittchen?

Eigentlich sollte eine Pandemie für einen Science-Fiction-Autor ein Geschenk des Himmels sein. Weil man im Lockdown sehr zurückgezogen leben muss, viel Zeit zu füllen und weniger Ablenkung als sonst hat. In einem beängstigten postapokalyptischen Weltzustand schreibt sich ein Sci-Fi-Bestseller doch ganz von alleine, oder etwa nicht? Noch im März schien dieser Plan für "Game of Thrones"-Schöpfer George R.R. Martin aufzugehen.

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Einige Monate später erinnern sich Fans aber an ein Versprechen, dass er auf seinem Blog im Mai 2019 abgab: Noch bevor die nächste World Science-Fiction Convention am 29. Juli 2020 starte, würde er "Winds of Winter", also Band sechs seiner "Das Lied von Eis und Feuer"-Reihe auf die "Game of Thrones" als HBO-Serie basiert, fertig haben. Ansonsten habe man seine "schriftliche Erlaubnis, mich in einer kleinen Hütte auf White Island, umgeben von einem See mit Schwefelsäure, einzusperren, bis ich fertig bin".

"Winds of Winter" ist nicht fertig

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Und nun – was machen die Fans? Martins bis dato letztes Update klang vielversprechend. Seit März hatte er sich zurückgezogen und geschrieben: "Um ehrlich zu sein, ich verbringe mehr Zeit in Westeros als in der realen Welt und schreibe jeden Tag. In den sieben Königreichen sind die Dinge ziemlich düster ... aber vielleicht nicht so düster, wie sie hier werden könnten."

Den diversen Foren und Social-Media-Angeboten in den Weiten des Internets nach zu urteilen, sind nun aber doch tatsächlich einige Fans bereit, George R. R. Martin in Gewahrsam zu nehmen. Ihre Geduld ist am Ende. Aber um fair zu sein: Die virtuelle World Science-Fiction Convention läuft noch bis zum 2. August 2020. Vielleicht passiert doch noch ein Wunder?

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Quelle: Noizz.de