Die Doku ist eine Mischung von Fake und Realität.

Das „Neo Magazin Royle“ zeigte am Donnerstag eine 45-minütige Dokumentation, die Fake-Recherche und Realität mischt und zum Denken über den Umgang mit der eigenen Geschichte anregt: Kann man die NS-Zeit „erlebbar“ machen?

„Geschichte erleben“ – genau das verspricht der „Reichspark“ vom fiktiven Investor Raphael Gamper, der die Nazizeit in die brandenburgische Provinz holen will. In vier „Erlebnisbereichen“ soll in dem Park die Geschichte in allen Facetten dargestellt werden – inklusive Konzentrationslager. Was irre klingt, ist gar nicht so weit weg von der Realität.

In der Fake-Recherche reisen Jan Böhmermann und Ralf Kabelka an verschiedene Orte in Europa und zeigen bereits bestehende Ansätze, diesen Teil unserer Geschichte „erlebbar“ zu machen: Von einem NS-Gefängnis in Litauen über Virtual-Reality-Reisen nach Auschwitz bis hin zu einem Reanactment-Fest in Pickering in Großbritannien.

Immer wieder kehren die Moderatoren zu „Raphael Gamper“ zurück, dessen Biografie und Projekt die beiden über mehrere Monate aufgebaut haben. So haben findige User den Schauspieler hinter dem dubiosen „Reichspark“-Investor ausgemacht.

Andere User haben die Websites der angeblichen Firmen unter die Lupe genommen und als Fake enttarnt.

Doch darum geht es am Ende gar nicht. Vielmehr stellt sich beim Schauen die Frage, was denn davon eigentlich Realität ist und was Fake. Alleine, dass man es nicht ausschließen kann, dass heutzutage irgendwelche windigen Investoren so einen Park zumindest planen, erschrickt.

Die ganze Folge könnt ihr auf der Website des „Neo Magazin Royle“ sehen – und bald bestimmt auch auf YouTube.

Quelle: Noizz.de