Es wird nun richtig böse: Schauspieler Amber Heard und Johnny Depp kämpfen immer noch um ihre Scheidung und packen intime Details übereinander aus. Schön ist das alles nicht – aber irgendwie dann doch unterhaltsam.

Ja! Depp und Heard streiten sich immer noch. Und so langsam verspricht der unendliche Rosenkrieg zu einer eigentlich ganz amüsanten Schlammschlacht zu werden. Es geht um spritzendes Blut, spritzendes Urin, Exzesse, Sex und jede Menge anderer Anschuldigungen und Körperausscheidungen. Ehrlich gesagt: Eine Folge "Game Of Thrones" ist auch nicht spannender.

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Im Rahmen einer Gerichtsverhandlung, in der Johnny Depp gegen das britische Magazin "The Sun" antritt, gingen alle Beteiligten jetzt noch mal so richtig in die Vollen. Das Boulevard-Blatt nannte Depp in einem Artikel 2018 einen "Frauenschläger", was dieser sich nicht gefallen lassen möchte. Also geht er gegen den Verlag News Group Newspapers (NGN) vor und möchte beweisen, dass er seine damalige Ehefrau nie geschlagen hat. Ziemlich viel anderen Wahnsinn räumte er dafür aber großzügig ein.

Blut am Spiegel und drei Tage high auf Ecstasy

Gut, die Sache spielte sich in Australien ab und nicht im Fledermausland, erinnert aber dennoch ein bisschen an "Fear and Loathing in Las Vegas": Depp und Heard waren 2015 offenbar auf einer gemeinsamen Reise in Down Under unterwegs wo Depp damals "Pirates of the Caribbean: Salazars Rache" drehte. Depp unternahm dabei anscheinend einen ganz eigenen Trip in ungeahnte Gefilde: Er schmiß sich zehn Ecstasy-Pillen und war erst mal drei Tag high on life.

Dürften einige Sicherungen sein, die dabei bei dem 57-Jährigen durchgebrannt sind. Jedenfalls fand er es angeblich eine gute Idee, seine Angetraute in einem Ping Pong Tisch einzuschließen. Wie lange sie dort verharrt haben soll, ist nicht eindeutig, er soll sie aber die vollen drei Tage festgehalten haben. Dabei habe er sich an einem Hotel-Telefon, das er aus der Wand riss, den Finger zerschnitten und dann – kreativ wie Depp ja ist – auf dem Spiegel herumgemalt. Die Worte "I Love You" habe er dann auch direkt dazugeschrieben. Irgendwie zweideutig, die Message.

Amber Heard hat scheinbar gute Laune in London vor der Verhandlung.

Depps Version der Story ist eine etwas andere: Er beteuert seit Beginn der Scheidungsstreitereien, dass nicht er, sondern Amber Heard gewalttätig gewesen sei und er sich permanent gegen sie wehren musste. Sie habe ihm im Streit mit einer kaputten Vodkaflasche die Fingerkuppe abgeschnitten und er habe dann den Spiegel mit seinem Blut bemalt. Das Telefon, so Depp beim Prozess in London, sei danach nur zu Schaden gekommen, weil er so wütend war. Gut, dass wir nun wissen, was mit dem Telefon passierte – dieses Detail ändert natürlich alles.

Frauen schlägt man nicht – für Depp eine Frage der Moral

Johnny Depp beteuert immer wieder, auch in der Vergangenheit, dass er nie handgreiflich gegen eine Frau wurde. Auch nicht gegen Heard. Die behauptet derweil vor Gericht etwas anderes und hatte zum Beweis Fotos ihres blaugeschlagenen Gesicht und gebrochener Nase dabei. Depp dementiert weiterhin: Er habe aus Notwehr gehandelt und der Schauspielerin lediglich eine Kopfnuss verpasst und das auch nur aus Versehen.

Wie es dann dazu kam, dass Depp auf den Hotelteppich urinierte, ist nicht ganz klar. Vielleicht war das, genau wie die Kopfnuss, ein Versehen? So auf 10 Pillen dürfte man Teppich und Klo schon mal verwechseln. Er malte außerdem einen falschen Penis auf ein Gemälde, auf dem eine Frau dargestellt war. Der Schaden für das Hotelzimmer soll um die 150.000 Pfund (etwa 167.000 Euro) hoch sein.

Ausscheidungen im Bett: Damit kennt sich auch Amber Heard aus

Urin auf dem Teppichboden ist natürlich nicht schön. Aber Fäkalien im Bett sind noch schlimmer, könnte man meinen. Johnny Depp erzählt vor Gericht bereits 2018 davon, dass Heard ins Ehebett gemacht habe – und zwar das große Geschäft. Scheinbar war sie aufgrund eines Streits so wütend, dass sie die Beschissenheit der Dinge ganz eindeutig zur Schau stellen wollte.

Der Gerichtsstreit gegen "The Sun" in London ist nur ein Teil der großen Scheidungs-Schlacht. In den USA stehen sich Heard und Depp ebenfalls vor Gericht gegenüber. Bei all diesen Möglichkeiten, werfen sich die beiden alle möglichen Vergehen vor. Depp etwa behauptete unlängst, Heard habe ihn bei einem Dreier mit Elon Musk und Cara Delevigne betrogen. Heard wirft Depp schwere Drogen- und Alkoholprobleme vor.

Ein bisschen kuscheln beim Dinner: Amber Heard und Cara Delevingne in Cannes 2014

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Wie man es dreht und wendet: Gewinner*innen gibt es in diesem riesengroßen Ehe-Fiasko keine – außer natürlich die Klatsch-Presse und ihre Fans. Man möchte Depp und Heard am liebsten dringend raten, dass sie am besten gar nicht mehr über ihre gescheiterte Ehe sprechen – und sie sich am besten direkt Nachhilfestunden im Kindergarten buchen, wo man ihnen noch mal erklärt, wie man aufs Töpfchen geht.

Quelle: Noizz.de