Das braucht wirklich niemand.

Ich habe gehofft, das bleibt uns erspart. Aber nein: RTL muss noch einen draufsetzen. 2018 kommt der nächste Spin-Off vom „Bachelor“: „Bachelor in Paradise“.

Ex-Kandidaten, die in vergangenen „Bachelor“- und „Bachelorette“-Staffeln keinen abgekriegt haben, sollen im „Paradies“ an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht werden. Resteverwertung vom Feinsten. Eigentlich ziemlich demütigend, aber die Teilnehmer sehen wohl irgendwie eine zweite Chance auf die große Fernseh-Liebe (oder auf einen Platz in der Rangliste der D- bis Z-Promis).

Bei „Bachelor in Paradise“ geht es nicht nur um einen Rosenkavalier, sondern um alle Teilnehmer. Rosen gibt es trotzdem: In der einen Woche dürfen die Frauen ihre Rosen an ihre „Traumjungs“ verteilen, in der nächsten die Männer. RTL ist sich sicher: „Am Ende bleiben die Paare übrig, die wirklich etwas füreinander empfinden.“

Das hat ja auch in der Vergangenheit beim Bachelor so gut funktioniert. Die Paare aus den deutschen Formaten haben meistens nach wenigen Wochen ihre Trennung bekannt gegeben. Überrascht das eigentlich noch irgendeinen Zuschauer?

In den USA gibt es den Ableger bereits seit vier Staffeln. Und eine war furchtbarer als die andere. Die amerikanischen Versionen des „Bachelors“ und der „Bachelorette“ finde ich tatsächlich ertragbarer als die deutschen. Da ist sogar das ein oder andere Pärchen bis heute zusammen – ob sie sich wirklich lieben oder nur für die Außenwelt so tun, sei dahingestellt.

Aber bei „Bachelor in Paradise“ hört es echt auf. Das kann ich mir einfach nicht anschauen. Diese blanke Verzweiflung, die die recycelten Kandidaten ausstrahlen, diese Hoffnung auf ein kleines bisschen Fame... So viel Fremdscham habe ich selten empfunden.

Nicht, dass „das Sommerhaus der Stars“ oder „Adam sucht Eva“ besser wären. Aber hätte es jetzt nicht gereicht? „Bachelor in Paradise“ ist das Schlimmste, was uns hätte passieren können.

Quelle: RTL.de