James Cameron will andere Sci-Fi-Geschichten sehen.

Am Donnerstag startete der neue Avengers-Film „Infinity War“ in den Kinos. James Cameron, der mit Avatar einen der wenigen Science-Fiction-Filme gedreht hat, die finanziell erfolgreicher als die Marvel-Movies waren, kann den Hype um die große Heldenzusammenkunft nicht verstehen. Auf „Indiewire“ outete er sich kürzlich zwar als Fan der Comic-Verfilmungen sagte aber auch: „Ich hoffe, wir fangen bald an, die 'Avengers-Müdigkeit' zubekommen.“

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Für ihn haben die Geschichten um Iron Man, Thor und Co das Genre in den letzten Jahren zu sehr dominiert. „Es ist nicht so, dass ich die Filme nicht liebe. Aber es gibt doch noch andere Geschichten zu erzählen, als die von muskelbepackten Männern ohne Familie, die zwei Stunden lang lebensgefährliche Sachen machen und dabei ganze Städte zerstören.“ Ein Vorwurf, den sich nicht nur Marvel gefallen lassen muss.

Der Trend in der Filmbranche geht längst dazu, auf Pre- und Sequels zu setzen, anstatt sich neue Geschichten auszudenken. Das gilt aber auch für Cameron selbst. Schließlich hat er vor zwei Jahren angekündigt noch vier Fortsetzungen seines Erfolgsfilms Avatar drehen zu wollen. Laut ihm ist das jedoch etwas anderes: „Ich habe mir überlegt, wie es wäre, wenn 'Avatar' ein Familiendrama wie 'Der Pate' wäre. Das wäre völlig anders als der erste Film. Wir wollen euch immer noch Dinge zeigen, die ihr noch nie gesehen habt, die Geschichte wäre aber eine andere.“

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Dass Marvel die Kuh nicht ewig lang auf dieselbe Art und Weise melken kann, hat das Filmstudio auch schon selber gemerkt. Der im kommende Jahr erscheinende vierte Teil der Avengers-Reihe schließt die sogenannte dritte Phase des Marvel Cinematic Universe ab. Dann stehen nicht nur viele Neubesetzungen an, weil die Verträge von Schauspielern wie Robert Downey jr. und Chris Evans auslaufen, Marvel will diese Situation auch nutzen, um sich dem Genre auf eine andere Weise zu nähern.

Wie das aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Bis auf „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ hält sich die Disney-Tochter sehr bedeckt, was zukünftige Filmtitel angeht. Jetzt ist auch erstmal Zeit für „Infinity War“. Dass James Camerons Hoffnung nach der „Avengers Müdigkeit“ schon dieses Jahr in Erfüllung geht, ist eher unwahrscheinlich. Der Film hat schon 39 Millionen Dollar umgesetzt, bevor er in den USA überhaupt in die Kinos kam. Viele Experten schätzen, dass er den siebten Star-Wars-Teil „Das Erwachen der Macht“ als erfolgreichsten Film an einem Startwochenende ablösen könnte.

  • Quelle:
  • Noizz.de