Sie soll durch Werbung finanziert werden.

Amazon entwickelt eine kostenlose, werbefinanzierte Alternative zu seinem Streaming-Angebot „Prime“. Das berichtet das Branchenblatt „AdAge“ mit Verweis auf Szene-Insider.

Demnach verhandelt das Unternehmen derzeit mit Fernsehsendern, Filmstudios und Medienunternehmen über mögliche Programme.

Tatsächlich könnte Amazon damit einen lukrativen Weg einschlagen. Werbefinanzierte Versionen des Video-Streamings, wie „Spotify“ auf dem Musikmarkt, gibt es derzeit nicht.

Sowohl „Prime“ als auch Branchenkrösus „Netflix“ finanzieren sich über Abonnenten – und nicht über Werbung. Durch immer mehr Menschen, die dem linearen Fernsehen den Rücken kehren, sinken dort die Werbeeinahmen. Und die Gewerbetreibenden sind auf der Suche nach Alternativen. Da könnte Amazons „Freemium-Modell“ ein Weg sein.

Dafür könnte Amazon Werbepartnern sogar entgegenkommen, sagen Führungskräfte: Für den Start wäre es möglich, dass Werbeeinnahmen und Zuschauer-Informationen zwischen den Partnern geteilt würden.

Derzeit kostet Amazon Prime in Deutschland 7,99 Euro pro Monat oder 69,99 Euro im Jahr. Denkbar, dass Amazon über das „Freemium-Modell“ neue Kunden anlocken will. Genauso funktioniert es bei Spotify.

Gerade gab Amazon erst bekannt, Rechte für eine TV-Serie von „Der Herr der Ringe“ gekauft zu haben (NOIZZ berichtete). Auf dem Streaming-Markt tut sich gerade einiges. Den Bericht von „AdAge“ wollte eine Amazon-Sprecherin aber nicht kommentieren.

Quelle: AdAge