Wo bleiben Titten, Tränen und Tyrion?

Die finale Staffel von "Game of Thrones" ist die größte Enttäuschung seit die Menschheit Pizza mit Ananas belegt. Bei beidem, Pizza und epische Schlachten, kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Und trotzdem hat es die Menschheit geschafft, beides zu ruinieren. Ich hatte mich riesig auf die neue, finale Staffel von "Game of Thrones" gefreut. Doch bereits vor Start der ersten Folge haben mir die Macher der Serie die Freude genommen. Dann folgte die große Schlacht, die viel zu dunkel gedreht wurde.

Damit nicht genug: Fünf Gründe, warum mich die achte Staffel von "Game of Thrones" krass enttäuscht.

1. Die Folgen sind zu kurz

Bereits bei der siebten Staffel von "Game of Thrones" musste man sich mit sieben – anstatt zehn Folgen – zufriedengeben. Auch die finale Staffel sollte nur aus sechs Folgen bestehen. Dafür ging das Gerücht rum, dass die Episoden von Staffel acht Spielfilmlänge bekommen sollen. Von wegen. Die ersten beiden Folgen waren gerade mal 59 Minuten lang. Auch die kommenden Episoden knacken die 90 Minuten wohl kein einziges Mal.

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2. Das Ende der Geschichte wird zu schnell erzählt

Es hat eine Staffel gedauert, bis die Drachen geschlüpft sind und sieben, bis sich Daenery und JonSnow getroffen haben. Die Geschichte wurde zu Beginn der Serie in die Länge gezogen. Es wurde gewandert, getötet, gebumst und auf das große Ende hingearbeitet. Nun haben die Fans nur noch drei Folgen vor sich. Die große Schlacht ist vorbei. Eine weitere – wohl gegen Cersei um den eisernen Thron – steht noch aus. Es bleiben also noch drei Episoden, in denen alle Fragen der vergangenen sieben Staffeln geklärt werden müssen. Meine Meinung: Ein wenig zu geballt für eine epische Serie, auf dessen Finale Fans jahrelang gewartet hat.

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Fragen die offen bleiben:

Was genau verbirgt sich noch hinter Brans Fähigkeiten? Wer sitzt am Ende auf dem eisernen Thron? Ist Cersei tatsächlich schwanger, kann Daenery doch Kinder bekommen? Wird sich Jaime an Cersei rächen? Inwiefern spielt Jons Herkunft noch eine Rolle? Und kann Yara Graufreud noch gerettet werden?

3. Es bleibt zu wenig Zeit, alle Charaktere angemessen zu verabschieden

Wir sind es gewohnt, dass George R.R. Martin – der Schriftsteller der Serie – alle Charaktere umbringt, sobald der Zuschauer sie ins Herz geschlossen hat. Ein brutaler Tod ist allerdings besser, als eine letzte Szene, die nichts zu bedeuten hat. Das Problem: Aus Kritik Nummer zwei folgt, dass nicht genügend Zeit bleibt, allen Charakteren angemessen lebe wohl zu sagen. Jorak, Theon, Melisandre, Eddison und Lyanna sind in Folge drei von uns gegangen. Die Serienmacher haben sie ehrenvoll verabschiedet, so wie sie es verdienen. Doch was ist mit den restlichen Charakteren? Wir werden Thyrion, Daenery, Sansa, Arya, Jon, die Drachen, Cersei, Bran und all die anderen nie wieder sehen. Schließlich endet "Game of Thrones" nach der achten Staffel.

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Wir haben sie zwar alle vereint in Folge zwei gesehen – doch ob jeder die finale Szene bekommt, die er verdient, sei aufgrund der fehlenden Zeit infrage gestellt. Ganz ehrlich: Jeder von euch hat erwartet, dass zumindest einer der Hauptcharaktere in der großen Schlacht stirbt! Sogar Tyrion hat überlebt. Er war kaum zu sehen und durfte nicht mal als Berater dienen. Viele Tränen hat bei der großen Schlacht wohl keiner vergossen.

4. Die große Schlacht war zu dunkel

Eine große Schlacht mag zwar länger als die anderen Folgen gewesen sein, doch bringt das wenig, wenn man von der großen Schlacht nichts sieht. Sie war einfach zu dunkel. Klar, zu der düsteren Stimmung passen Dunkelheit und Nebel besser als Sonnenschein und Schmetterlinge. Doch wenn eine Folge mehrere Millionen Euro kostet, sollte diese auch gut beleuchtet sein. Trotz hochgeschraubter Helligkeit auf den Laptops hat man auf dem Bildschirm nur schwarz gesehen. Wer ist in der dritten Folge eigentlich gestorben? Kaum einer wusste es so wirklich. So sah es aus, dass die gesamte vorderste Front der Armee in wenigen Sekunden von den Untoten umgebracht wurde.

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5. Wo bleiben die heißen Nacktszenen?

Mal ehrlich. "Game of Thrones" besteht eigentlich nur aus Intrigen, Drachen und Sex. Letzteres – besonders wer mit wem vögelt – spielt in der Serie eine wichtige Rolle. So kam raus, dass Jon rechtmäßiger Thronfolger ist und Bran hätte wahrscheinlich nie seine hellseherische Fähigkeit erlangt, wenn er Cersei und Jamie nicht beim Sex erwischt hätte. Wo bleibt also der heiße Sex in der achten Staffel? Sogar bei Aryas erstem Mal war für viele Fans nicht genügend Haut zu sehen. "Game of Thrones", das sind wir anders gewöhnt!

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Quelle: Noizz.de