Die Fortsetzung ist selten so gut wie das Original.

Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an „Jumanji: Willlkommen im Dschungel“, der jetzt in den Kinos läuft – die Fortsetzung von „Jumanji“. 22 Jahre ist es her, seit der Klassiker mit Robin Williams (✝ 65) Jung und Alt begeisterte. Damals begann die Legende von dem Brettspiel, das seine Spieler in sich verschwinden lässt und gefangen hält, bis sie das Spiel gewinnen.

Zwar konnte Robin Williams in der Rolle des Alan Perrish sich und die anderen Kinder retten. Doch das Spiel haben sie anscheinend nicht richtig zerstört. Es hat sich weiterentwickelt.

Aus dem Brettspiel ist ein Computergame geworden. Und auch sonst hat sich in dem zweiten Teil von „Jumanji“ vieles verändert. Das Original ist und bleibt ein Kultfilm. Doch die Fortsetzung fährt mit einigen Extras auf!

1. Die Action

Für die damaligen Verhältnisse gab es im Original schon viel Action. Trotzdem: mit den heutigen Möglichkeiten der Computeranimation kann das Original nicht mithalten. Die animierten Jaguare, Nashörner und Giftschlangen überzeugen einen davon, dass man in diesem Dschungel definitiv nicht gefangen sein möchte.

2. Die Dynamik

Im Original sind die Hauptcharaktere irgendwie ein putziger, chaotischer Haufen aus Kindern und Erwachsenen, die voneinander lernen. In der Fortsetzung müssen sich zwei Nerds zusammenraufen mit zwei super beliebten Schülern. Das klingt nach einem typischen Highschool-Film, aber die Gruppendynamik wird ganz neu ausgespielt, denn die Jugendlichen werden zu ihren Avataren.

Die Nerds bekommen die Stärken, die sie in der Realität nicht haben: Der Schwächling wird zum Muskelprotz (Dwayne „The Rock“ Jonson) und seine Nerd-Freundin zur Womanizerin (Karen Gillan). Die anderen bekommen den Spiegel vorgehalten: Der Obercoole wird zum Feigling (Kevin Hart), das Instagram-It-Girl wird zum „fetten, alten Kerl“ (Jack Black).

3. Die Comedy

Dadurch verhält sich der überwichtige Jack Black wie eine Tussi und Dwayne „The Rock“ Johnson redet sich Mut zu, während er die Tränen unterdrückt. Das ist natürlich saukomisch, weil die beiden optisch genau das Gegenteil sind. Genau wie Kevin Hart, der plötzlich zwei Köpfe kleiner ist. Oder Karen Gillan, die nicht weiß, wie sich eine Sexbombe verhält.

4. Das verbindende Element

Der erste Teil endet damit, dass das Spiel an einem Strand im Sand liegt, Kinder rennen daran vorbei. So geht der zweite Teil weiter.

Der junge Alex (Sänger Nick Jonas) findet es 1996, verschwindet in dem Spiel und trifft 20 Jahre später auf die vier Highschool-Schüler. Wie auch im ersten Teil geht es darum, sich gemeinsam endlich zu befreien.

5. Der Respekt für Robin Williams

Der Cast und die Crew verweisen mit Referenzen auf den verstorbenen Robin Williams. In einer Szene sieht man eine Hütte, wo geschrieben steht: „Alan Parrish was here“ – der Charakter, den Robin Williams so großartig spielte. Alex, der Pilot, der in der Anfangsszene des zweiten Teils in dem Spiel verschwindet, sagt: „This house was built by Alan Parrish – I just live in it.“ Rest in Peace, my Captain, oh Captain.

Quelle: Noizz.de