Es ist einfach nur peinlich.

Donald Grover alias Childish Gambino hat letzte Woche eines der ikonischsten Musikvideos des Jahres veröffentlicht. „This Is America“ ist ein Meisterwerk der  US-amerikanischen Gesellschaftskritik. Aber wie das immer mit großartigen Videos ist, tauchen einige Zeit später ziemlich schräge und meist unnötige Parodien im Netz auf.

Zwar sagen einige der Video-Macher, dass sie die wichtige Message des Original-Songs nicht runtermachen wollen, doch trotzdem wird die Metapher, was für ein krasser Rassismus in den USA herrscht, in den meisten Clips runtergemacht. Hier einige Beispiele:

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Die am aufwendigsten produzierte (aber trotzdem zu schlechte) „This Is America“-Neuauflage ist die „Women’s Edit“ der kanadischen Youtuberin Nicole Arbour. Zunächst einmal ist es keine Frauen-Edition, sondern eine gentrifizierte Weisse-Frauen-Version. Arbour rappt über Schönheitsideologien, den Gender Pay Gap und „Titten“, doch tut sie das auf ziemlich vulgäre und oberflächliche Weise.

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Childish Gambinos Song wiederum ist mit allerlei subtilen Referenzen auf amerikanische Geschichte und Politik gefüllt. Im Video des „Women’s Edit“ tauchen People of Colour, um die es in "This Is America" überwiegend geht, auch gar nicht auf – beziehungsweise nur als Männer, die die weißen Frauen angreifen. Die Tanzmoves sind nicht gut, und wenn man schon über Feminismus rappen möchte, warum dabei twerken und somit Themen wie Vergewaltigung unnötig sexualisieren?

Und wie einige Twitter-Userin passend kommentieren:

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Ja, total witzig, dass Childish Gambinos Tazmoves auch zu „Call Me Maybe“ von Carlie Rae Japsen passen. Oder zu Galantis’ „Peanut Buter Jelly“.  Aber es macht die Message nicht nur kaputt, es veralbert sie auch noch.

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Kanada geht’s gut. Rassismus hat dort kaum Platz. Und deshalb geht es in der kanadischen Version von „This Is America“ nicht um Gesellschaftskritik, sondern um kanadischen Alltag. Und der ist nicht wirklich spannend. Zudem gibt es keinen geilen Tanz.

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Hier hat sich ein Minecraft-Nerd ziemlich viel Mühe gegeben, die Lyrics an die Pixelwelt angepasst, technisch ziemlich schlimm eingesungen und dann noch das Video mit einem Donald-Grover-Avatar nachgespielt. Puh. Die Minecraft-Community feiert es, aber für Menschen außerhalb des Pixel-Universums einfach unverständlich...

  • Quelle:
  • Noizz.de