Hacker griffen über 50 Millionen Facebook-Profile an.

Die Europäische Union könnte Facebook mit 1,63 Milliarden Dollar, also etwa 1,4 Milliarden Euro bestrafen.

Falls die zuständige Prüfungskommission zu dem Schluss kommt, dass der Konzern gegen die neue, strengere Data Protection Commission, also das Datenschutzgesetz verstoßen hat, muss Facebook blechen.

Die für das US-Unternehmen Facebook Ink zuständige Datenschutzbehörde der EU sitzt in Irland, von den Iren heißt es in einem Statement, man sei „besorgt darüber, dass diese Sicherheitslücke am Dienstag entdeckt wurde und viele Millionen Benutzerkonten betrifft, Facebook aber nicht in der Lage ist, die Art der Datenpanne und das Risiko für die Nutzer an dieser Stelle zu erklären.“

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Facebook hatte am Freitag zugegeben, dass ein Sicherheitsleck entdeckt worden sei, von dem fast 50 Millionen Nutzer betroffen sind.

Die Hacker hatten jene Funktion ausgenutzt, mit der Nutzer ihr eigenes Profil anschauen können, und sich so Zugriff auf 50 Millionen Profile verschafft.

Das Problem sei zwar laut Facebook behoben, aber Nutzer würden wahrscheinlich nicht erfahren, ob ihr eigenes Profil betroffen gewesen ist.

Am Sonntag teilte eine Sprecherin von Facebook mit, Facebook werde die Fragen des DPC beantworten und über die weiteren Entwicklungen informieren.

Übrigens: Auf Facebooks eigene Bemühungen hin sind nur 370 Millionen Nutzer geschützt durch die strengeren EU-Datenschutzvorgaben.

Rund 1,5 Milliarden Mitglieder in Asien, Australien, Afrika und Lateinamerika fallen nicht in die Verordnung – so wollte sich der Konzern seit Ende April vor hohen Strafen eigentlich schützen.

Seit dem Datenskandal um die britische Firma Cambridge Analytica, die mithilfe der Datenauswertung von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump unterstützt hatte, steht Facebook im Fokus der Datenschutz-Debatte.

Der jüngste Facebook-Fail könnte Mark Zuckerberg jetzt nicht nur den Ruf, sondern auch mehr als eine Milliarde kosten.

Quelle: Noizz.de