Zu Recht!

Ja, wir wissen es. Das Leuchtspektakel am Nachthimmel sieht ziemlich schön aus – aber wir wissen leider auch: Unser heiß geliebtes Silvester-Feuerwerk ist nicht gut für die Umwelt. In einer einzigen Nacht pulvern wir mehr CO2 und Feinstaub in die Luft als der normale Straßenverkehr in einem ganzen Jahr. In Zeiten des Klimawandels scheinen die Fakten auch bei der breiten Masse angekommen zu sein.

Eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinsituts YouGov für das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" hat herausgefunden, dass 57 Prozent in Deutschland sich für ein Böller-Verbot aussprechen. 36 Prozent würden gerne weiter die Umwelt mit Feuerwerk verpesten, sieben Prozent sind unschlüssig.

Ganz verabschieden von den Leuchtraketen können sich die meisten aber nicht. 84 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich gerne ein Feuerwerk anschauen und fast die Hälfte aller Befragten findet es gesellig, wenn man sich am Silvesterabend zum Feuerwerk trifft. Wenn man die Anhänger verschiedener Parteien fragt, dann sieht die Sache mit dem Böllerverbot aber ganz anders aus.

AfD-Anhänger finden es gar nicht cool, dass man ihnen die Raketen verbieten möchte. Unter den Wählern der Partei befürworten nur 40 Prozent ein Verbot. Bei Rentnern hingegen ist der Wunsch nach einem Verbot am größten: 63 Prozent wünschen sich Einschränkungen am Silvesterabend, bei den Menschen im Alter zwischen 35 bis 45 Jahren ist die Ablehnung eines Böllerverbots mit 51 Prozent am höchsten.

Ab Samstag, dem 29. Dezember, dürfen in Deutschland wieder Raketen und Böller verkauft werden. Das sogenannte Kleinfeuerwerk darf laut Gesetz nur an den letzten drei Werktagen des Jahres verkauft werden. Für den Jahreswechsel von 2019 auf 2020 erwartet der Verband der pyrotechnischen Industrie einen Umsatz von etwa 133 Millionen Euro – das ist etwa so viel wie im Vorjahr.

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Quelle: Noizz.de