Vielleicht gibt es bald eine Impfung gegen Heroin

Gerrit-Freya Klebe

Poesie & Politik
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Ein Heroin-Süchtiger spritzt sich einen Schuss Foto: Boris Roessler, dpa / dpa picture alliance

So sollen Süchtige geheilt werden können.

Zumindest versprechen sich das Forscher vom „Scripps Research Institute” in Kalifornien. Paul Bremer und Kim Janda schreiben im „Journal of the American Chemical Society”, dass sie einen Impfstoff erstmals erfolgreich an Rhesusaffen getesten haben. Auch vorherige Studien mit Ratten waren schon erfolgreich gewesen.

Es funktioniert ähnlich wie eine Grippeschutzimpfung: Den Patienten wird eine schwache Form von Heroin gespritzt, die der Körper als Bedrohung erkennen soll – wie auch die Grippe-Viren.

Dagegen soll er Anti-Körper bilden, um das Heroin beim nächsten Mal neutralisieren zu können. Die Droge soll so nicht mehr ins Gehirn gelangen, weil die Blut-Hirn-Schranke blockiert wird.

Der Rausch bleibt aus, es gibt weder Euphorie noch eine spätere Verwirrtheit. Bei den Affen hielt die Wirkung acht Monate, in den ersten beiden Monaten war sie besonders stark.

Wenn die Droge so nicht mehr wirken kann, könnte sie für Heroin-Süchtige die Faszination verlieren und sie hören auf, sie zu spritzen.

Bald soll das Mittel auch in ersten klinischen Studien an Menschen getestet werden.

Nötig wäre eine solche Therapie: Laut der „Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht der Europäischen Union” ist die Zahl der Drogentoten in der EU zum dritten Mal in Folge gestiegen.

Quelle: Noizz.de

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