Wie viele müssen noch sterben, bis sich etwas am Drogen-Image ändert?

Momentan sieht die Situation so aus: in den USA sterben ca. 160 Menschen an einer Drogen-Überdosis. Am Tag.

Laut einer neu veröffentlichten Studie amerikanischer Wissenschaftler wird sich diese Anzahl in den nächsten acht Jahren in den USA sogar verdoppeln. Die Autoren der Studie argumentieren, dass die Ergebnisse auf ein fundamentales Problem des nationalen Drogen-Images hinweisen. Daran Schuld sind finanzielle und soziale Ungleichheiten, die örtliche Communities gespaltet haben, sagt der Hauptautor der Studie Donald Burke gegenüber „Buzzfeed News“.

Wenn man sich populären Rap anhört, merkt man, dass die Vorsicht vor Drogen eindeutig nachgelassen hat. Im November 2017 starb der Cloudrapper Lil Peep an einer Drogen-Überdosis und entfachte damit ein internationales Bewusstsein für die rasante Verbreitung von Drogen im Rap-Business. Diese Diskussion hielt sich damals für ein paar Wochen, und wenig später hatte es schon fast jeder vergessen.

Rapper wie Future, A$AP Rocky, Travis Scott oder Lil Pump rappen so aktiv über Xanax, Percocet und Lean, dass es kein Wunder ist, dass der Respekt vor Drogen immer kleiner wird. Die Gefahren eines überdimensionalen Drogenkonsums werden immer weiter unterschätzt. Die Konsequenzen davon beweist diese Studie erst recht.

Quelle: Noizz.de