Diese YouTuber nehmen illegale Drogen und stellen die Videos dazu online

Clara Schink

Music, News and Backyard Crime
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Der Youtube-Kanal „Drugslab“ testet offiziell Drogen Foto: drugslab / YouTube

Und die niederländische Regierung unterstützt das sogar!

Drogen-nehmen auf YouTube vor Millionenpublikum - Geht das oder geht das nicht?

NOIZZ hat sich mal den YouTube-Kanal „Drugslab” angeschaut. Dort werden diverse illegale Drogen vorgestellt und ausprobiert. Und das unzensiert!

Der Kanal „Drugslab” wurde von der niederländischen Regierung ins Leben gerufen und soll aufklären – auf Englisch und Niederländisch. Aber tut er das wirklich? Viele Clips haben mehr als eine Million Aufrufe.

Klickt man die Videos sortiert nach verschiedensten Drogen an, kommt erstmal eine Nutzerwarnung. Für manche Videos, beispielweise Speed, muss man sich sogar mit seinem Google-Konto anmelden, um nachzuweisen, dass man älter als 18 Jahre ist.

Warnung zu Beginn der Videos Foto: drugslab / YouTube

Das wirkt vorbildlich und nicht verherrlichend. Die Videos gehen im Schnitt zwölf bis zwanzig Minuten. Zuerst erklärt einer der drei Hosts, welche Droge heute vorgestellt wird, woraus sie chemisch besteht und welche Wirkung sie haben wird.

Danach wird die Droge in die Kamera gehalten und dann von einem der drei jungen Menschen konsumiert. Die Kamera bleibt drauf und der Protagonist erzählt, wie es ihm jetzt geht.

Mitten auf dem Trip. Herzfrequenz und Körpertemperatur werden im Hintergrund angezeigt. Das suggeriert, dass die Drogentester gut überwacht sind. Ein Arzt ist allerdings nicht in Sicht.

Auch erstaunlich: In der Beschreibung des Videos wird aufgeführt, wie man die Droge zu dosieren hat und auch wie man sie normalerweise konsumiert.

Das ist in unseren Augen einen Tick zu viel und wirkt beinahe wie eine Anleitung, es fehlt nur noch die E-Mail-Adresse des Dealers. Klar, sie wollen vor Überdosierung warnen, aber irgendwie reicht dafür ja dann das Video und nochmaliges, schriftliches Erklären ist zu viel des Guten.

NOIZZ-Fazit: Ein wichtiges Thema wird jugendgerecht und seriös aufbereitet. Ärztliche Betreuung fehlt uns in den Videos und die Moderatoren könnten einen Tick authentischer sein.

Quelle: Noizz.de

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