Apple macht 200.000 Apps unbrauchbar

Tim Osing

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Apple könnte schon bald das iPhone 5 aussterben lassen Foto: Peter Kneffel / dpa picture alliance

Wer kein neues iPhone hat, hat das Nachsehen.

Was eine neue App so alles bewirken kann: Apple veröffentlichte vor einer Woche „Clips“, das ein Konkurrent zu Snapchat und Instagram Stories werden soll. Es ist gleichzeitig ein Hinweis darauf, wie Apple ältere iPhones sterben lassen will.

Die App „Clips“ soll ein Konkurrent für Snapchat werden Foto: Screenshot / Noizz.de

Die App lässt sich nur auf iPhones und iPads mit einem 64-Bit-Prozessor installieren. Der ist seit der Veröffentlichung des iPhone 5s Standard. Besitzer eines iPhone 5, eines iPad 4 oder einer noch älteren Version haben das Nachsehen.

Denn „Clips“ ist nur der Anfang. Wenn im Herbst das neue iPhone 8 präsentiert wird, kommt gleichzeitig eine neue Version des iPhone-Betriebssystems heraus: iOS 11.

Technisch überholt

iOS 11 wird voraussichtlich nur auf iPhones mit 64-Bit-Prozessoren laufen. Die Apps müssen sich daran anpassen. Schon seit 2015 werden keine neuen Apps mehr in den App-Store aufgenommen, die nicht 64-Bit-fähig sind. Über 90 Prozent der Apps wurden von den Entwicklern überarbeitet und an die neuen Prozessoren angepasst. Laut „appleinsider.com“ sind momentan aber auch 187.000 Apps im App-Store, die noch kein Update erhalten haben. „Maclife.de“ spricht sogar von 200.000 Apps, die nach der Einführung von iOS 11 aus dem Sortiment geschmissen werden könnten. Die Rede ist von einem „Massensterben“ der Apps.

Auf Warnung achten

Seit dem neuesten System-Update auf iOS 10.3, das im März erschien, warnt das iPhone bei dem Öffnen von veralteten Apps davor, dass diese auf „künftigen iOS-Versionen nicht funktionieren“ werden.

Seit iOS 10.3 weist das iPhone darauf hin, wenn eine App bald unbrauchbar sein könnte Foto: Screenshot / Noizz.de

Wie lässt sich herausfinden, welche Apps alt sind? Über Einstellungen > Allgemein > Info wird angezeigt, wie viele Apps installiert sind. Seit iOS 10.3 steht rechts neben der Zahl ein grauer Pfeil. Klickt man ihn an, werden die Apps aufgelistet, die ein Update vom Entwickler benötigen.

In den Einstellungen lässt sich herausfinden, welche Apps zu alt sind Foto: Screenshot / Noizz.de

Zukunft ungewiss

Natürlich haben Apps wie Facebook, WhatsApp oder YouTube längst ein Update für die 64-Bit-Prozessoren herausgebracht. Sie lassen sich auch noch auf älteren iPhones nutzen, zum Teil in abgespeckten Versionen. Ob nach dem Erscheinen von iOS 11 alle 32-Bit-Apps aus dem Store gekickt werden, ist noch offen. Apple macht dazu bislang keine konkreten Angaben. Sollte es so sein, würden Nutzer eines iPhone 5 nur noch die Apps verwenden können, die bereits installiert sind. Bei einer Neueinrichtung ließen sich auch beliebte Apps nicht mehr bekommen. So, wie es bereits jetzt mit „Clips“ der Fall ist.

Quelle: Noizz.de

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