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Novak Djoković auf NOIZZ: Ich habe immer versucht, anders zu denken

Novak Djoković

NOIZZ Shaper
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Ich glaube an Beharrlichkeit. An Arbeit als Voraussetzung für Erfolg. Und daran, dass man mehr kann und Besseres, wenn man von ganzem Herzen bei der Sache ist. Am Beispiel meiner Person versuche ich zu zeigen, dass man nie aufgeben sollte und seine Träume wahr werden können, wenn man nur fest genug daran glaubt.

Standen mir alle Türen offen? Nein, die meisten nicht. Was ich hatte: Talent, eine Familie, die mich maximal förderte und meine große Liebe fürs Tennis. Trotzdem musste ich auch Hindernisse überwinden. Das Ziel, von dem ich träumte, schien so weit entfernt zu sein, dass viele Menschen nicht daran glaubten, dass ich es jemals erreichen würde.

Ich spürte, dass ich einen anderen Weg gehen musste

Ich habe immer versucht, anders zu denken – „out of the box“. Meine Vorbereitungen und mein Training unterschieden sich immer von dem, was man für angebracht und wirkungsvoll hielt. Ich spürte, dass ich einen anderen Weg gehen musste als andere. Menschen zu finden, die das verstanden und akzeptierten, war für mich eine große Herausforderung – zumindest am Anfang, als ich noch nicht so regelmäßig erfolgreich war.

Aber ich blieb dran und glaubte daran, dass ich es schaffen könnte. Ich umgab mich mit einer Handvoll Leuten, die, wie ich, auch daran glaubten. Deshalb haben wir es geschafft.

Für alles braucht man Zeit, Vertrauen und Geduld

Jeder Tag war eine Herausforderung. Jeder Tag lehrte uns etwas Neues. Siege und Niederlagen, Verzweiflung, Beklemmung, Höhen und Tiefen – all das gehörte zu meinem Weg. Und tut es noch immer. Jeder Tag hat in mir Spuren hinterlassen und aus mir den Menschen gemacht, der ich heute bin.

Für alles braucht man Zeit, Vertrauen und Geduld. Auch für das, was greifbar scheint. Ich habe viele Spiele verloren, die ich hätte gewinnen sollen. Solche, in denen ich kein Weltniveau zeigte, habe ich gewonnen.

Jetzt, wo ich daran zurückdenke, scheint mir, dass jedes dieser ungeplanten Drehbücher ein wichtiges Teil meines Puzzles war. Selbst dann, als alle mir sagten: Du irrst dich! Es gibt nur einen richtigen Weg! Du hast keine Chance, erfolgreich zu sein!

Wenn du machst, was du liebst und was dich erfüllt, bist du bereits auf dem richtigen Weg. Glückwunsch!

Ich glaube fest an die Jugend

Vor ein paar Jahren wurde ich auf einer Pressekonferenz gefragt, wie ich mich als Tennis-Veteran fühlen würde. Die Frage brachte mich aus der Fassung, weil ich mich nie so gesehen hatte.

Es scheint, als ob die Liebe zum Tennis mir meine Lebensenergie spendet. Jene Kraft, die mich immerzu antrieb, mehr zu machen und besser und anders zu handeln als andere. Jene Kraft, die bewirkt, dass ich mich immer noch jung fühle.

Deshalb glaube ich fest an die Jugend. Die Jugend, die nichts mit dem Alter oder der Berufserfahrung zutun hat. Wenn man liebt, was man tut, gibt es immer etwas, worauf man sich freuen und was man verbessern kann.

Es ist also wichtig, dass du dich bei jedem Schritt, den du gehst, über deinen Erfolg freust. Dass du die Hindernisse als einen wichtigen Teil deiner Entwicklung siehst. Und dass du machst, was du liebst.

Halte durch, sei selbstbewusst, fleißig und strebsam. Arbeite an dir, sodass du die beste Version deiner selbst erlangst. Das ist der sichere und richtige Weg.

Nach 20 Jahren im Sport fühle ich mich immer noch wie ein Kind: bereit, neue Herausforderungen anzunehmen. Wenn aus Arbeit Freude entsteht, fehlt es nicht an Abenteuern. Denk gut darüber nach, worauf du deine Zeit verwendest.

Grüße vom noch immer noch jugendlichen Nole

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