Radprofi Dege veranstaltet ein Radrennen für 2-Jährige

Lukas Dombrowski

Sport, Sprachen, Speisen
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John Degenkolb will seine Sportart auch den Kleinsten näherbringen Foto: John Degenkolb / privat

Auf der Zielgeraden beim Profi-Rennen in Frankfurt sollen die Kinder mit dem Laufrad mitmachen.

Wie wichtig Begeisterung, Motivation und Spaß als junger Radsportler sind, weiß niemand besser als John Degenkolb selbst. Dege fuhr sein erstes Rennen mit acht Jahren irgendwo in Mittelfranken. „Ich war nicht wirklich interessiert an dem Rennen, habe es aber versucht und gewonnen. Sofort bekam ich den Radfahr-Virus.” Und einmal infiziert, brachte es John bis ganz an die Spitze. Auch in dieser Saison gehört er zu den besten Radrennfahrern der Welt.

2015 konnte John Degenkolb Paris Roubaix gewinnen, eines der Monumente des Radsports Foto: John Degenkolb / privat

Dass die Begeisterung sogar vor dem ersten eigenen Fahrrad entstehen kann, das will John am 1. Mai in Frankfurt zeigen. Natürlich nicht im Profi-Rennen, aber direkt davor. Denn alle 2- bis 5-jährigen Kinder haben jetzt erstmals ihren großen Auftritt. Kurz bevor die Profis bei einem der wichtigsten Radrennen Deutschlands, dem Radklassiker „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt”, in den Zielsprint gehen, kämpft der jüngste Nachwuchs auf 200 Metern um den Sieg – allerdings auf dem Laufrad.

Ins Leben gerufen und veranstaltet wird das Rennen von einem der Favoriten: Radprofi und Lokalmatador John Degenkolb. Unter dem Motto #DegeBambini will er schon Kleinkinder für den Radsport begeistern.

Denn auch bei ihm kam der Erfolg nicht von alleine: „Ohne die Hilfe meiner Familie und der ehrenamtlichen Helfer in den Rennradklubs wäre ich kein Radprofi und könnte nicht dieses wundervolle Leben leben. Ich bin dankbar und würde gerne etwas zurückgeben“, sagt John Degenkolb.

Dege, selbst Vater eines Sohnes, unterstützt deshalb nicht nur die Bambini, sondern übernimmt auch die Patenschaft aller Kinder und Jugendrennen „Ich weiß, wie wichtig es ist, früh zu helfen und zu unterstützen. Ein bisschen Hilfe am Anfang kann viel verändern.”

Und weil John auch weiß, dass es ohne Vorbilder nicht geht, hofft er, auch selbst eins sein zu können für die vielen jungen Radrennsportler in Deutschland. „Für mich war es als Kind und Jugendlicher wichtig, Vorbilder zu haben, die greifbar waren. Das will ich jetzt auch gerne für unseren Radsport-Nachwuchs sein.”

Zur Person

John Degenkolb

7. Januar 1989 in Gera

Wohnt in Frankfurt am Main

Ist verheiratet und hat einen Sohn

Quelle: Noizz.de

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