Islamische Schule in Schweden: Mädchen müssen im Bus hinten einsteigen

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Schulbus Foto: Shinichi Sugiyama / flickr

Jetzt reagiert auch die Politik auf die Vorwürfe.

Skandal in Schweden: An einer islamischen Schule in Stockholm müssen Mädchen am Schulbus eine andere Tür nehmen als Jungen. Das berichtet die Fernsehsendung „Kalla Fakta“, die gestern Abend auf dem schwedischen Sender TV4 ausgestrahlt wurde.

Die Schulleitung gibt sich anhnungslos

Der Direktor der privaten Schule Al-Azhar, Roger Lindquist, möchte vor laufender Kamera nichts davon gewusst haben. Die Einrichtung stand in Schweden schon im vergangenen Jahr in den Schlagzeilen, weil Jungen und Mädchen getrennt voneinander Sportunterricht machten.

„Ich finde, dass das abscheulich ist“

Jetzt hat sich auch Schwedens Regierungschef Stefan Löfven in die Debatte eingeschaltet. „Ich finde, dass das abscheulich ist. Das gehört nicht nach Schweden“, sagte Löfven am Dienstag. Es sei falsch, die Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren nach ihrem Geschlecht zu trennen. In Schweden nehme man den Bus gemeinsam, ganz egal, ob man Mädchen, Junge, Frau oder Mann sei.

Bildungsminister Gustav Fridolin will stärkere Kontrollen einführen, um Diskriminierung zu verhindern.

Quelle: Noizz.de

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