Bist du gegen Masern geimpft?

Sebastian Gubernator

Politik & Freizeit
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Schützt vor Masern: Impfungen Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa picture alliance

Der Virus breitet sich in Deutschland aus ...

331 Fälle von Erkrankten wurden dieses Jahr schon gezählt – im gesamten Jahr 2016 waren es nur 325.

Masern werden durch Viren ausgelöst, oft als „Kinderkrankheit“ bezeichnet – dabei sind sie nicht harmlos: Bei jedem zehnten Betroffenen treten Komplikationen auf, schreibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Zu wenige Impfungen

Grund für die Zunahme der Krankenzahlen ist laut Experten, dass zu wenige Menschen geimpft wurden. „Die Impfquoten sind stabil“, sagt Susanne Glasmacher vom Robert-Koch-Institut, „aber das ist keine gute Nachricht.“ Heißt: Es werden zu wenige Kinder geimpft.

2015 bekamen 92,8 Prozent der Schulanfänger die zweite Masernimpfung. Um die Krankheit einzudämmen, müssten es 95 Prozent sein. Nur zwei Bundesländer, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, erreichen dieses Ziel.

Für einen wirksamen Schutz empfiehlt die Ständige Impfkommission zwei Impfungen: die erste im Alter von 11 bis 14 Monaten, die zweite spätestens gegen Ende des zweiten Lebensjahres. Denn: Bei fünf bis zehn Prozent der Kinder wirkt die erste Impfung nicht.

Masern sind sehr ansteckend

Die Empfehlung für eine zweite Impfung gibt es erst seit 1991. Deshalb sagt Susanne Glasmacher vom Robert-Koch-Institut: Alle, die nach 1970 geboren wurden, sollten prüfen, wie oft sie gegen Masern geimpft wurden – und im Zweifel die zweite Impfung nachholen. „Masern sind eine sehr ansteckende Krankheit.“ Es reiche, einen Raum zu betreten, in dem vorher ein Masern-Erkrankter war. „Deshalb muss konsequent geimpft werden.“

Quelle: Noizz.de

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