So kämpft Peking gegen Klopapier-Diebe

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In Peking wird das Toilettenpapier knapp Foto: Tauno Tohk / flickr.comCC

... und will mit Software dagegen angehen.

In Peking gibt es ein Problem mit Klopapier-Dieben. Richtig gelesen: Menschen klauen dort Klopapier. Und zwar jede Menge. Jetzt greift die Verwaltung ein, um den Dieben das Handwerk zu legen. Mit Hightech-Spendern, die nur begrenzt Papier ausspucken.

So funktioniert die Software: Eine Kamera scannt das Gesicht der Person, die Papier haben möchte. Dann geben die Spender genau 60 Zentimeter Klopapier aus. Nachschub gibt es frühestens nach neun Minuten.

So weit die Theorie. In der Praxis versagten einige Spender schon am ersten Tag. Eigentlich soll das Scannen nur wenige Sekunden dauern, tatsächlich dauert es manchmal aber mehr als eine Minute. Ungünstig, vor allem, wenn es schnell gehen muss.

Das Problem mit den Klopapier-Dieben gibt es in China schon länger. Anfang des Monats legten sich Reporter der Pekinger Zeitung „Global Times“ in einer öffentlichen Toilette auf die Lauer.

Was sie dort mit versteckter Kamera sahen, ist kein Scherz: Die Journalisten beobachteten Leute, die in aller Seelenruhe bis zu zehn Meter (!) Klopapier abrollten. Manche Diebe standen dafür sogar Schlange. Andere hatten Taschen dabei, in die sie die Beute einpackten. Besonders dreist: Eine Frau kam innerhalb einer halben Stunde gleich drei Mal.

Toilettenpapier gibt es in Pekings öffentlichen Toiletten erst seit zehn Jahren. Als „Service“ für die Gäste der Olympischen Spiele in China 2008. Davor war es üblich, dass jeder Pekinger und auch jeder Tourist sein eigenes Klopapier dabeihat.

Quelle: Noizz.de

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