Portugal erlebt gerade den schlimmsten Waldbrand seiner Geschichte

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Fassunglos schauen die Menschen zu wie ihre Häuser verbrennen Foto: Paulo Duarte / dpa picture alliance

Ausgebrannte Autos, zerstörte Dörfer, Dutzende Tote.

Noch nie starben bei einem Waldbrand so viele Menschen in Portugal. Trockenheit und starke Winde führten zu einem rasanten Ausbreiten der Flammen.

Plötzlich wurden Autos zur Todesfalle und ringsherum von Flammen eingeschlossen.

Autos werden zur Falle Foto: Peter Kneffel / dpa picture alliance

Bei einem der schlimmsten Waldbrände in Portugals Geschichte ist die Zahl der Toten auf 62 gestiegen. Inzwischen sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Lusa rund 2000 Rettungskräfte mit 620 Fahrzeugen im Einsatz, um das Feuer in den Griff zu bekommen.

Feuerwehrmänner bekämpfen den Waldbrand in Portugal Foto: Armando Franca / dpa picture alliance

Ein Blitzeinschlag hatte den verheerenden Brand laut Polizei in der Region Pedrógão Grande ausgelöst. Die Gegend liegt knapp 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon.

Das Feuer breitete sich wegen starker Winde rasch aus und wurde für mehrere Autofahrer auf einer Nationalstraße zur Todesfalle, als das Feuer ihre Wagen einschloss. Bilder zeigten völlig ausgebrannte Autos.

Ausgebrannte Autos, aus denen die Fahrer in letzter Sekunde flüchten konnten Foto: Armando Franca / dpa picture alliance

Viele Opfer verbrannten bis zur Unkenntlichkeit, auch mehrere Dörfer wurden von den Flammen eingekesselt, Dutzende Häuser zerstört.

Einige betroffene Dörfer konnten wegen der Flammen zunächst nicht erreicht werden, weshalb mit weiteren Opfern gerechnet wurde.

Es ist der Waldbrand mit den meisten Todesopfern in Portugal seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern wurde immer wieder von der starken Rauchentwicklung beeinträchtigt.

Die extreme Trockenheit und die starken Winde behinderten zusätzlich die Löscharbeiten. In der Region ist es derzeit sehr heiß mit Temperaturen von deutlich über 30 Grad.

Das Leiden stand den Betroffenen der Region ins Gesicht geschrieben. „Wir haben alles verloren, unser Haus, unsere Tiere, alles“, erzählte eine ältere Frau unter Tränen dem TV-Sender RTP. Ein Mann sagte: „In meinen 53 Jahren habe ich so etwas nicht gesehen.“

Quelle: Noizz.de

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